Verlängerung der Untersuchungshaft: René Benko bleibt hinter Gittern

Das Wiener Landesgericht hat die Haft für den einstigen Immobilien-Mogul René Benko bis Ende Februar verlängert. Den Antrag seines Anwalts auf Entlassung lehnte das Gericht ab und verwies auf den fortbestehenden Tatverdacht sowie eine mögliche Tatwiederholung durch den einst so erfolgreichen Gründer von Signa, der sich im schneebedeckten Innsbrucker Gefängnis befindet. Die verhängte Untersuchungshaft zieht sich inzwischen seit elf Monaten hin und bleibt vorerst bestehen, trotz Einwänden bezüglich ihrer Verhältnismäßigkeit.
Mit Betrugsvorwürfen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Österreichs konfrontiert, sind die Schlagzeilen um Benko so zahlreich wie die Gläubiger, die er angeblich geschädigt haben soll. Schon in zwei nicht rechtskräftigen Urteilen schuldig gesprochen, sieht er sich dem Vorwurf der Untreue und des Bankrotts ausgesetzt. Im Oktober wurde ihm vorgeworfen, durch eine großzügige Schenkung in Höhe von 300.000 Euro sein Vermögen dem Zugriff der Gläubiger entzogen zu haben. Eine zweijährige Haftstrafe ohne Bewährung gibt ihm weiterhin Gelegenheit, seine Gedanken hinter Gittern zu ordnen. Auch der Dezember brachte keine Erleichterung; eine weitere Verurteilung folgte – diesmal wegen verschwundener Wertgegenstände.
Das Netz der Vorwürfe gegen Benko ist weit verzweigt und komplex, es ist noch lange nicht alle Enthüllungen zu erwarten. Die einst so glänzende Fassade seines milliardenschweren Signa-Imperiums, das einst durch prestigeträchtige Allianzen wie mit Karstadt und Kaufhof brillierte, ist ermattet und zerrüttet. Doch derweil die Meldungen über Risikoankäufe und steigende finanzielle Belastungen nicht abreißen, schwebt das Damoklesschwert weiterer Anklagen über ihm und bedroht ihn mit einer ungewissen Zukunft.

