Borussia Dortmund: Wintertransferpause unter strategischem Kalkül
Borussia Dortmund verzichtet in der anstehenden Wintertransferperiode auf neue Verpflichtungen. Sportdirektor Sebastian Kehl erklärte im Trainingslager in Marbella, dass sich der Verein bis zum Ende der Transferfrist Anfang Februar ausschließlich auf Spielerverkäufe konzentrieren werde. Dies stellt eine Abkehr von der Strategie der vergangenen Jahre dar, in denen der BVB im Winter oft aufgrund von Verletzungsproblemen auf dem Transfermarkt aktiv war. Doch aktuell sieht die Lage anders aus, sagte Kehl an einem trainingsfreien Montag.
Es ist das erste Mal seit vier Jahren, dass der Verein keine Neuzugänge im Winter tätigen wird. Damals fand der BVB seine aktuellen Stammkräfte wie Daniel Svensson und Julian Ryerson und förderte spätere Weltklasse-Stars, darunter Erling Haaland, der inzwischen bei Manchester City spielt.
Trotz der eher zurückhaltenden Transferstrategie betont Kehl das Bestreben, den Kader zu verbessern, sofern dies Sinn ergibt, finanzierbar ist und zur Struktur passt. Ein Ersatz für Pascal Groß, der zu Brighton & Hove Albion zurückgekehrt ist, ist bereits ausgeschlossen. Allerdings könnten Spieler wie Julien Duranville, der bei der TSG Hoffenheim bereits verliehene Cole Campbell folgen.
Duranville, der vor drei Jahren für 8,5 Millionen Euro von RSC Anderlecht kam, kämpfte mit Verletzungen und konnte sich noch nicht in Dortmund durchsetzen. Kehl berichtet von laufenden Gesprächen, jedoch gibt es derzeit noch nichts Spruchreifes zu vermelden. Ziel sei es, ihm mehr Spielzeit zu verschaffen, was als sinnvoller Schritt gesehen wird.

