Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 – Überraschend niedrige PC-Systemanforderungen enthüllt
Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 nähert sich endlich seiner Veröffentlichung. Die Erwartungen an das Rollenspiel-Epos sind nach dem Studiowechsel zu The Chinese Room gewaltig, die Sorgenfalten bei manchem PC-Spieler ebenso. Doch die nun enthüllten, offiziellen Systemanforderungen dürften für eine kollektive Erleichterung in der Dunklen Welt sorgen. Statt eines Hardware-hungrigen Monsters erwartet uns ein erstaunlich genügsamer Blutsauger, der auch auf Rechnern laufen wird, die nicht mehr zur absoluten Elite gehören.
Der überraschend sanfte Einstieg in die Nacht
Die vielleicht größte Überraschung liefert ein Blick auf die erforderliche Installationsgröße: Lediglich 30 Gigabyte Speicherplatz beansprucht das lang erwartete Action-RPG für sich. In einer Zeit, in der andere AAA-Titel wie selbstverständlich die 100-GB-Marke sprengen, ist dieser Wert eine schiere Sensation und ein Segen für jede gut gefüllte SSD. Doch auch das restliche technische Anforderungsprofil zeigt sich erfreulich bescheiden. Für den Einstieg in die neon-getränkten Nächte genügt bereits ein Intel Core i3-8350K oder ein AMD Ryzen 3 3300X, flankiert von genügsamen 8 GB Arbeitsspeicher. Bei den Grafikkarten werden mit einer Nvidia GeForce GTX 1060 (6GB) oder einer AMD Radeon RX 480 (8GB) sogar echte Veteranen der GPU-Riege zum Dienst gerufen.
Empfohlen, aber nicht unerreichbar
Wer das nächtliche Treiben in opulenterer Pracht erleben möchte, muss ebenfalls nicht gleich sein Konto plündern. Die empfohlenen Spezifikationen zielen auf den soliden Mittelklasse-Bereich ab und bleiben weit von den schwindelerregenden Höhen aktueller High-End-Komponenten entfernt. Ein Intel Core i5-12600K oder ein Ryzen 5 5600X, gepaart mit 16 GB RAM und einer potenten RTX 3060 Ti oder RX 6700 XT, reichen laut The Chinese Room bereits für ein ansprechendes Spielerlebnis aus. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Entwickler haben bisher offengelassen, auf welche Zielauflösung, Bildrate und eventuell notwendigen Upscaling-Technologien sich diese Konfigurationen beziehen.
Ein Zugeständnis an die Community
Diese positive Nachricht für die technische Zugänglichkeit wird lediglich durch eine jüngste Kontroverse leicht getrübt. Die Entscheidung, zwei der spielbaren Vampir-Clans hinter eine Bezahlschranke in Form von DLCs zu sperren, sorgte für massiven Unmut in der Community. Publisher Paradox Interactive hat auf den Sturm der Entrüstung reagiert und angekündigt, „Anpassungen“ vorzunehmen, deren Details am 17. September enthüllt werden sollen. Es bleibt zu hoffen, dass man hier eine Lösung findet, die dem versöhnlichen und zugänglichen Bild, das die Systemanforderungen zeichnen, gerecht wird, bevor das Spiel am 21. Oktober endlich das Licht der Welt erblickt.

