Vaccine-Entscheidungen auf dem Prüfstand: Einflussreiche Ausschusssitzung mit kritisch beleuchteter Grundlage
Die führende Vereinigung der Krankenversicherungen in den USA, AHIP, hat angekündigt, dass ihre Mitglieder weiterhin alle derzeit von der Bundesregierung empfohlenen Impfstoffe abdecken werden. Gerade rechtzeitig, bevor ein wichtiges Gremium der Bundesbehörde für Impfempfehlungen möglicherweise Änderungen dieser Empfehlungen in Erwägung ziehen könnte. Diese Ankündigung erfolgt im Vorfeld des ersten Treffens des Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP) mit den von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy ernannten 12 Mitgliedern, die allgemein als Impfstoffskeptiker gelten.
Die Erwartung ist groß, dass das Komitee über das Zurückziehen der bestehenden Empfehlungen für Neugeborene, den Hepatitis-B-Impfstoff zu erhalten, beraten wird. Diese Krankheit wurde seit der Einführung des Impfstoffes vor 34 Jahren bei Neugeborenen fast vollständig ausgemerzt. Auch die Frage, ob Kinder unter vier Jahren den kombinierten Masern-Mumps-Röteln-Windpocken-Impfstoff (MMRV) oder separate Impfstoffe für jede Krankheit erhalten sollten, könnte zur Abstimmung stehen. Seit 2005 wird der kombinierte Impfstoff von den CDC empfohlen.
Ebenfalls bemerkenswert ist, dass Dr. Susan Monarez, die kürzlich entlassene ehemalige Direktorin der Centers for Disease Control and Prevention, vor einem Senatsausschuss ausgesagt hat. Sie erklärte, Kennedy plane, den aktuellen Impfzeitplan für Kinder diesen Monat zu ändern, ohne dabei ausreichende wissenschaftliche Evidenz vorzulegen. Kennedy hat die Anzahl und Sicherheit der derzeit verabreichten Impfstoffe lange kritisiert.
Änderungen der Impfpolitik durch den Ausschuss könnten bedeutende Auswirkungen auf die Bezahlbarkeit und Zugänglichkeit von Impfstoffen haben, da Versicherer verpflichtet sind, empfohlene Impfungen kostenlos anzubieten. AHIP betont, dass ihre Entscheidungen auf gründlichen wissenschaftlichen Überprüfungen basieren und weiterhin alle empfohlene Impfungen ohne Kostenbeteiligung bis Ende 2026 abdecken werden.

