US-Staatsanleihen schwächeln trotz starker Wirtschaftsdaten
Am Mittwoch gerieten die Kurse von US-Staatsanleihen unter Druck, nachdem neue Konjunkturdaten eine unerwartet robuste wirtschaftliche Entwicklung signalisierten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) sank um 0,22 Prozent auf 111,11 Punkte, während die Rendite der zehnjährigen Anleihe bei 4,36 Prozent notierte.
Im zweiten Quartal erzielte die US-Wirtschaft ein auf das Jahr hochgerechnetes Wachstum von 3,0 Prozent, weit über den Prognosen der Volkswirte. Dieser Anstieg folgt auf einen Rückgang von 0,5 Prozent im ersten Quartal. Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank, führt diese Schwankungen auf Verzerrungen im Außenhandel durch den Zollkonflikt zurück, betont jedoch, dass bislang ein rascher Schwungverlust zu beobachten sei.
Trotz dieser Entwicklungen bleibt Balz optimistisch und sieht keine unmittelbare Gefahr einer Rezession. Auch die Arbeitsmarktzahlen übertrafen die Erwartungen.
Im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank blieben die Kursbewegungen begrenzt. Die Federal Reserve steht unter erheblichem politischen Druck seitens der Regierung von Präsident Donald Trump, wird jedoch voraussichtlich an ihrer gegenwärtigen Zinspolitik festhalten. Die aktuell vorherrschende Zinsrate soll, laut einer überwiegenden Mehrheit von Ökonomen, weiterhin in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent bleiben.
Die Marktteilnehmer richten ihr Augenmerk besonders auf mögliche Signale einer Zinssenkung später im Jahr.

