US-Märkte treten auf die Bremse: Gemischte Gefühle unter Anlegern
Die jüngsten Entwicklungen an der Wall Street zeigen ein Bild von Unsicherheit und Vorsicht unter Investoren. Angesichts anhaltender Herausforderungen wie der Zollpolitik, dem teilweisen Stillstand staatlicher Behörden und globaler Spannungen bleibt die Stimmung an den Aktienmärkten verhalten. Besonders im Fokus standen die Papiere des Streaming-Giganten Netflix, der nach enttäuschenden Quartalszahlen einen erheblichen Kursrückgang verzeichnete.
Der Dow Jones Industrial Index verzeichnete einen Rückgang von 0,2 Prozent und steht nun bei 46.823 Punkten. Der umfassendere S&P 500 verlor 0,3 Prozent und fiel auf 6.715 Punkte. Noch stärker betroffen war der technologische Nasdaq 100, der um 0,7 Prozent auf 24.951 Punkte sank.
Netflix-Aktien erlebten einen dramatischen Einbruch um 9,8 Prozent und sanken auf den niedrigsten Stand der letzten fünf Monate. Trotz eines Umsatzwachstums von 17 Prozent enttäuschte der ausgewiesene Gewinn je Aktie die Anleger. Analyst James Heaney von Jefferies äußerte Bedenken über das Fehlen eines Ausblicks auf 2026, was Unsicherheiten schürt. Die Wachstumsperspektive des Unternehmens bleibt jedoch bestehen.
Ein ähnlich düsteres Bild zeichnet sich bei Texas Instruments ab. Die enttäuschenden Prognosen des Halbleiterherstellers führten zu einem Kursrückgang von 6,0 Prozent, was Analyst Blayne Curtis auf eine mögliche Pause im zyklischen Aufschwung bei analogen Halbleitern zurückführt.
Positiver waren die Nachrichten für Alphabet, dessen Aktienkurs um 1,0 Prozent zulegte. Die Google-Muttergesellschaft steht Berichten zufolge in fortgeschrittenen Verhandlungen über ein Cloud-Großprojekt mit dem KI-Pionier Anthropic.
Ein dramatischer Anstieg um 88 Prozent bei Beyond Meat-Aktien wurde durch eine Kooperation mit Walmart und einen intensiven "Short Squeeze" angetrieben. Diese Bewegungen wecken Erinnerungen an die Meme-Aktien-Rallies von Gamestop und AMC im Jahr 2021.
Lediglich Mattel-Aktien spiegelten die Sorge der Einzelhändler wider, die aufgrund der unsicheren Zollpolitik von Präsident Trump ihre Bestellungen zurückhielten. Dies führte zu einem Kursrückgang von 2,2 Prozent, nachdem die Quartalsergebnisse unter den Erwartungen blieben.

