US-Gesetzgeber plant Gesetz gegen Insiderhandel auf Prognosemärkten

Der US-Abgeordnete Ritchie Torres hat angekündigt, ein Gesetz einzubringen, das den möglichen Insiderhandel auf Prognosemärkten eindämmen soll. Anlass ist eine Wette auf Polymarket, die sich als äußerst profitabel erwies, nachdem der venezolanische Präsident Nicolas Maduro gefasst wurde.
Fokus auf öffentliche Integrität
Berichten zufolge hat ein neu erstelltes Polymarket-Konto etwa $32.500 auf einen Vertrag gesetzt, der fragte, ob Maduro bis zum 31. Januar 2026 nicht mehr an der Macht sein würde. Diese Investition erwarb rund 438.000 Anteile, als der Marktpreis bei nur $0,07 pro Anteil lag. Innerhalb von 24 Stunden, nach einer Aktion der US-Streitkräfte und einer Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, stieg der Wert der Position stark an und brachte dem Konto über $400.000 ein.
NEW — RITCHIE TORRES (D-N.Y.) will introduce a bill on this.
Bill will be called the Public Integrity in Financial Prediction Markets Act of 2026
Description, per a source:
This bill prohibits federal elected officials, political appointees, and Executive Branch employees…
Die zeitliche Abstimmung der Wette warf sofort Fragen auf. Nutzer sozialer Medien und einige Investoren bezeichneten den Kauf als verdächtig, da er Stunden vor der öffentlichen Bekanntgabe erfolgte. Beobachter merkten an, dass Prognosemärkte schnell auf kleine Informationsflüsse reagieren können und dass die Durchsetzungsregeln je nach Plattform variieren.
Andere Märkte, wie Kalshi, hatten ähnliche Ergebnisse mit etwa $0,13 bewertet, was unterstreicht, wie unerwartet das Ergebnis für viele Händler war.
A newly created Polymarket account invested over $30,000 yesterday in Maduro’s exit. The US then took Maduro into custody overnight, and the trader profited $400,000 in less than 24 hours. Insider trading is not only allowed on prediction markets; it’s encouraged.
Funktionsweise des Gesetzes
Der Vorschlag von Torres würde Prinzipien aus bestehenden Regeln übernehmen, die den Handel von Amtsträgern auf traditionellen Wertpapiermärkten einschränken, und diese auf Online-Prognosemärkte ausweiten. Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, es Amtsträgern zu verbieten, auf Verträge zu handeln, die mit Regierungsaktionen oder politischen Ereignissen verbunden sind, wenn sie aufgrund ihrer offiziellen Rollen über nicht-öffentliche Informationen verfügen.
Die Maßnahme würde auch die Regulierungsbehörden damit beauftragen, klarzustellen, welche Plattformen abgedeckt sind und wie Verstöße geahndet werden.
Plattformbetreiber betonen seit langem, dass ihre Bedingungen den Handel mit wesentlichen nicht-öffentlichen Informationen verbieten, aber Kritiker sagen, dass diese Regeln in Echtzeit schwer zu überwachen sind. Einige Analysten und Gesetzgeber argumentieren, dass dieser Vorfall eine Lücke zwischen schriftlichen Richtlinien und effektiver Aufsicht aufzeigt. Andere warnen vor einer Überregulierung, die legitime Marktaktivitäten zur Prognose und Forschung beeinträchtigen könnte.
Untersuchungen könnten sich auf die Herkunft des Kontos und mögliche Verbindungen zu Personen mit privilegiertem Wissen konzentrieren. Gesetzgeber drängen derweil auf klarere rechtliche Leitplanken. Sollte der Kongress schnell handeln, könnten neue Regeln festlegen, wer legal auf politische und nationale Sicherheitsereignisse wetten darf.

