US-Märkte in Verschnaufpause: Zwischen Strukturveränderungen und optimistischen Ausblicken
Die Aktienmärkte in den USA legten am Dienstag nach einer Phase der Rekordjagd eine Atempause ein. Weder die weiterhin florierenden Erwartungen an künstliche Intelligenz, eine Stabilisierung des Nahostkonflikts, noch optimistische Töne im Handelsstreit oder Spekulationen über Zinssenkungen konnten den S&P 500 und den Nasdaq 100 auf neue Höhen befördern.
Nach etwa einer Stunde Handel verlor der S&P 500 um 0,19 Prozent auf 6.193 Punkte. Auch der technologielastige Nasdaq 100 musste ein Minus von 0,55 Prozent auf 22.554 Punkte hinnehmen. Einzig der Dow Jones Industrial konnte sich teilweise dem Trend entziehen und rückte um 0,48 Prozent auf 44.308 Punkte vor, womit er weniger als 800 Punkte vom Allzeithoch entfernt ist.
Unruhe herrscht weiterhin bei Tesla. Ein eskalierender Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Tesla-Chef Elon Musk sorgte für Volatilität der Tesla-Aktien an der Nasdaq. Die Befriedung des anfänglichen Kursrutsches um fast acht Prozent konnte die Verluste nur leicht mindern. Hinzu kam eine personelle Veränderung mit der Trennung vom Musk-Vertrauten Omead Afshar, die Berichten zufolge dazu führte, dass Musk die Vertriebsverantwortung nun selbst übernimmt.
Während sich die "Glorreichen Sieben", die prominentesten Tech-Werte der USA, in Ihrer Entwicklung uneinheitlich zeigten, stachen Apple und Nike positiv hervor. Apple-Aktien erholten sich um 2,2 Prozent, angetrieben durch Spekulationen, dass das Unternehmen für Siri auf externe KI-Lösungen zurückgreift. Auch Nike ragte mit einem Kursanstieg von 3,8 Prozent heraus, nachdem positive Signale auf eine bevorstehende Geschäftserholung Hinweise gaben.
Wohlwollendes Echo fand Dienstag zudem ein Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex, der nach vier Rückgängen in Folge wieder ein Plus verzeichnen konnte. Dennoch blieben die Auswirkungen auf die Kursentwicklung der Indizes insgesamt begrenzt.

