US-Konsumenten zeigen Robustheit: Einzelhandelsdaten übertreffen Erwartungen knapp
Nach einem halben Jahr konstanter Überraschung für Wirtschaftsexperten haben US-Verbraucher die Prognosen der Ökonomen für die Einzelhandelsumsätze im Dezember nicht erreicht, zeigten jedoch weiterhin Kaufbereitschaft während der Feiertagssaison.
Laut den vom Census Bureau veröffentlichten Daten beliefen sich die Einzelhandelsumsätze im letzten Monat auf insgesamt 729,2 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 0,4% gegenüber den ebenfalls nach oben korrigierten November-Ergebnissen entspricht. Experten von The Wall Street Journal und Dow Jones Newswires erwarteten jedoch ein stärkeres Wachstum von 0,5%.
Auch wenn die Ergebnisse nicht ganz den Erwartungen entsprachen, sehen Wirtschaftsexperten darin dennoch ein gesundes wirtschaftliches Umfeld, das in einigen Verkaufskategorien Stärke zeigt. Die sogenannten „Control Group Sales“, die für das Bruttoinlandsprodukt berücksichtigt werden, übertrafen gar die vorhergesagten Werte. Dies deutet darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal im Gleichgewicht bleibt.
„Das zeigt uns, dass der Verbraucher gesund und zuversichtlich ist, zwei wichtige Faktoren für eine Wirtschaft, die zu etwa zwei Dritteln ihres BIP von den Konsumausgaben getrieben wird“, kommentierte Bret Kenwell, US-Investmentanalyst bei eToro.
Im letzten Monat der Festtagssaison führten verschiedene Einzelhandelsgeschäfte, Sportartikelhändler und Möbelhäuser die Liste an, während Verkäufe von Baumaterialien, in Restaurants und Bars zurückgingen.
Insgesamt übertrafen die Einzelhandelsunternehmen die Prognosen für die Feiertagsumsätze, mit einer von Wells Fargo berechneten Steigerung von 4,1% im Vergleich zum Vorjahr, was über den erwarteten 3,3% lag.
„Zusammen mit den Aufwärtskorrekturen der November-Umsätze zeigen die Daten, dass die Feiertagsverkäufe 2024 knapp unter ihrem langfristigen Durchschnitt lagen und dass die Saison für die Einzelhändler zufriedenstellend verlief“, schrieben Wells Fargo-Ökonomen Tim Quinlan, Shannon Grein und Jeremiah Kohl.

