Bitcoin-ETFs auf dem Vormarsch: Analyst sieht baldigen Überholvorgang gegenüber Gold

Im März verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs einen Nettozufluss von $1,32 Milliarden, während US-Gold-ETFs im gleichen Zeitraum einen Nettoabfluss von $2,92 Milliarden hinnehmen mussten. Diese Entwicklung hat die Aufmerksamkeit des Bloomberg-ETF-Analysten James Seyffart auf sich gezogen, der darin mehr als nur eine monatliche Schwankung sieht. Er deutet dies als Zeichen für die wachsende Attraktivität von Bitcoin als vielseitiges Portfolio-Asset.
Unterschiedliche Rollen von Bitcoin und Gold
Gold wird traditionell als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertung betrachtet. Bitcoin hingegen wird von verschiedenen Investoren unterschiedlich genutzt: als Wertspeicher, Wachstumsanlage, Liquiditätswette oder digitales Eigentum. Seyffart beschreibt Bitcoin als "scharfe Sauce" im Portfolio, die durch ihre Volatilität und Renditechancen die Gesamtperformance steigern kann.
Auf dieser Grundlage prognostiziert Seyffart, dass Bitcoin-ETFs langfristig Gold-ETFs in Bezug auf das verwaltete Vermögen übertreffen werden. Derzeit halten US-Gold-ETFs noch deutlich mehr Vermögen als ihre Bitcoin-Pendants, was einen erheblichen Wandel in der Kapitalallokation bedeuten würde.
Beide Vermögenswerte im Gleichschritt gefallen
Trotz der unterschiedlichen ETF-Flüsse sind sowohl Bitcoin als auch Gold im gleichen Zeitraum gefallen. Bitcoin notierte bei $66.889, was einem Rückgang von 7,35% in den letzten 30 Tagen entspricht. Gold lag bei $4.674, ein Minus von 8,20% im gleichen Zeitraum. Laut Chris Kuiper wechseln sich Gold und Bitcoin in ihrer Führungsrolle ab. Nachdem Gold 2025 besser abschnitt, könnte Bitcoin als nächstes die Führung übernehmen.
Ob sich dieser Wechsel vollzieht, bleibt abzuwarten. Die Fondsflussdaten vom März deuten jedoch darauf hin, dass einige Investoren bereits ihre Entscheidungen treffen.

