US-Imperialismus? Grüne warnt vor neuer Großmachtpolitik
Die Bundesvorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, hat die US-Regierung unter Donald Trump scharf kritisiert und deren Vorgehen gegen Venezuela als 'Imperialismus in Reinform' bezeichnet. Zwar sei der verhaftete Präsident Nicolás Maduro laut Brantner 'unbestreitbar ein Tyrann', doch der militärische Druck der USA auf Venezuela komme ohne völkerrechtliche Legitimation aus und ziele unverhohlen auf die Ausbeutung der Ölressourcen des Landes ab.
Im Zuge der angespannten Lage erklärte Trump in einer Pressekonferenz, dass es Zeit sei, große US-Ölkonzerne mit Milliardeninvestitionen zu beauftragen, um die beschädigte venezolanische Öl-Infrastruktur zu erneuern. Dabei, so der Präsident, sollten sowohl die venezolanische Wirtschaft als auch die USA von den Einnahmen profitieren.
Brantner warnte eindringlich vor einem 'neuen Zeitalter der Großmachtpolitik', in dem souveräne Staaten zu Spielbällen der Mächtigen werden könnten. Die jüngsten Äußerungen Trumps über Grönland, die er auch nach dem Angriff auf Venezuela wiederholte, müssten in Europa als Alarmsignal genommen werden.
Insbesondere für Bundeskanzler Friedrich Merz sieht Brantner die Notwendigkeit, gegenüber den USA Stärke zu zeigen. Wer sich klein mache, werde überrollt; nur wer entschlossen auftrete, finde Respekt. Eine umgehende Reaktion Europas auf die Bedrohungen der US-Regierung sei daher unerlässlich, fordert sie, um nicht an diplomatischem Gewicht zu verlieren und die Souveränität zu bewahren.

