Urlaubsaffinität der Deutschen: Ein Bundesländervergleich
Eine aktuelle Erhebung des Statistischen Bundesamtes offenbart bemerkenswerte Unterschiede in der Urlaubsfähigkeit deutscher Haushalte. So zeigt der Bericht, dass in Bremen über ein Drittel der Bevölkerung in Haushalten lebt, die sich keinen einwöchigen Urlaub leisten können.
Im Gegensatz dazu steht das Urlaubsparadies Bayern, wo nur jeder siebte Haushalt angibt, sich keine Auszeit gönnen zu können. Der bundesweite Durchschnitt liegt hier bei 21 Prozent.
Interessanterweise weisen auch das Saarland, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz deutlich höhere Werte als der Durchschnitt auf, während Berlin und Sachsen, ähnlich wie Bayern, eine erfreuliche finanzielle Entspanntheit demonstrieren. Noch besser schneidet die Hauptstadt Berlin ab, wo nur knapp 15 Prozent angaben, auf eine Reise verzichten zu müssen.
Besonders prekär ist die Situation für Haushalte mit alleinerziehenden Erwachsenen, speziell in Rheinland-Pfalz, wo über die Hälfte betroffen ist. Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass Alleinlebende häufiger von Urlaubsverzicht betroffen sind, während Mehrpersonenhaushalte diese Problematik weitaus seltener kennen.
Die Daten stammen aus dem Mikrozensus und dienen als Indikator für materielle und soziale Entbehrungen. Obwohl Deutschland im europäischen Vergleich relativ gut abschneidet, stellt die Untersuchung auf internationaler Ebene die Herausforderungen für viele Haushalte dar, besonders im Kontrast zu Ländern wie Rumänien, Griechenland und Bulgarien, in denen die Situation dramatisch schlechter ist.

