Unentschlossenheit im Vorfeld: Dax stagniert vor Notenbanker-Gipfel
Vor dem mit Spannung erwarteten Auftritt von US-Notenbankchef Jerome Powell hielten sich die Anleger beim Dax am Donnerstag spürbar zurück. Der deutsche Leitindex zeigte kaum Bewegung und verzeichnete ein bescheidenes Plus von 0,07 Prozent, das ihn bei 24.293,34 Punkten schloss. Zwischenzeitlich fiel der Dax gar auf das tiefste Niveau der vergangenen Woche, nachdem das jüngste Rekordhoch von 24.639 Punkten aus dem Blickfeld geraten ist.
Besondere Aufmerksamkeit richten die Marktakteure auf das alljährliche Notenbankertreffen in Jackson Hole, Wyoming. Ökonom Michael Heise von HQ Trust lieferte eine optimistische Prognose: Die Hoffnung auf Signale einer baldigen Zinssenkung seitens der Federal Reserve liege in der Luft, auch wenn die Fed gleichzeitig den Spagat zwischen anhaltend hoher Inflation und wirtschaftlichen Anforderungen meistern müsse.
Während der MDax, der Index der mittelgroßen Werte, um 0,65 Prozent auf 30.677,61 Punkte zurückging, sank auch der EuroStoxx 50 um 0,2 Prozent. Austrozierende Entwicklungen verzeichneten die Aktien von CTS Eventim, die nach einem enttäuschenden Quartalsgewinn fast 17 Prozent an Wert einbüßten. Ein düster gestimmter US-Wettbewerber ließ ebenfalls die Beiersdorf-Aktien mit einem Minus von 2,1 Prozent zurückfallen.
Im Gegensatz dazu profitierten Unternehmen aus der Rüstungssparte von aktueller Nachrichtenlage und der KursNoten, darunter Rheinmetall, Hensoldt und Renk, die ein Plus von bis zu 4 Prozent verzeichneten. Der Verpackungsspezialist Gerresheimer begrüßte mit Active Ownership einen neuen Investor, was zu einem Kursanstieg von 2,5 Prozent führte.
Auch an den internationalen Märkten zeigten sich wenige dynamische Bewegungen. Der SMI in Zürich gab um 0,3 Prozent nach, während der FTSE 100 in London leicht zulegte. Der Dow Jones in New York beendete den Handelstag mit einem leichten Minus.

