Venezuela in der Krise: Machtwechsel nach Maduros Festnahme

In einer dramatischen Wende der venezolanischen Politik hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die interimistische Führung des Landes übernommen, nachdem Präsident Nicolás Maduro gewaltsam entmachtet wurde. Diese Entwicklung folgt auf eine Anordnung des Obersten Gerichtshofs in Venezuela. Maduros Festnahme erfolgte im Rahmen eines US-Militäreinsatzes, bei dem er und seine Frau Cilia Flores von Spezialeinheiten festgenommen und nach New York gebracht wurden. Dort sollen sie vor Gericht zu Vorwürfen des 'Drogenterrorismus' und des Kokainimports Stellung beziehen.
US-Präsident Donald Trump verkündete inzwischen, dass die USA vorübergehend die Kontrolle über das südamerikanische Land übernahmen. Laut Trump sei Rodríguez bereit, mit den USA zu kooperieren, um Venezuela wieder zu stärken. Allerdings zeigte sich Rodríguez bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates unnachgiebig und beharrte darauf, dass Nicolás Maduro weiterhin der rechtmäßige Präsident sei.
Rodríguez, bekannt für ihre Loyalität zu Maduro, kündigte entschiedenen Widerstand gegen die US-Intervention an und betonte, dass Venezuela seine Souveränität nicht verlieren werde. Sie ist eine Schlüsselfigur in Maduros engstem Kreis und hat als ehemalige Außenministerin (2014-2017) den konfrontativen Kurs gegenüber den USA maßgeblich beeinflusst. Sie fordert vehement die Freilassung Maduros und seiner Frau.
In der Zwischenzeit hat die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado auf der Plattform X eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Amtsübernahme des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia fordert, da er vor eineinhalb Jahren die Präsidentschaftswahl gewonnen habe.

