Uneinigkeit bei Anleihen: Deutsche Staatsanleihen verlieren an Boden
Mittwoch verlief für deutsche Staatsanleihen weniger erfreulich, denn die Kurse gaben spürbar nach. Dabei fiel der Euro-Bund-Future, ein beachteter Barometer des Marktgeschehens, um 0,35 Prozent auf 131,43 Punkte. Gleichzeitig erreichte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen die Marke von 2,54 Prozent.
Ein gewichtiger Grund für diese Entwicklung waren Äußerungen von Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB). Ihrer Einschätzung nach nähert sich der Zinssenkungszyklus seinem möglichen Ende. Gegenüber der renommierten "Financial Times" äußerte Schnabel, dass es an der Zeit sei, die Diskussion über eine Pause oder gar das Ende der Zinssenkungen zu beginnen. Die Finanzwelt erwartet zwar, dass die EZB im kommenden März die Leitzinsen erneut um 0,25 Prozentpunkte senken könnte, doch der weitere Kurs bleibt ungewiss.
Darüber hinaus sorgt die bevorstehende Bundestagswahl für Turbulenzen an den Märkten. Experten der Dekabank weisen darauf hin, dass die aktuelle Spannung steigt, da Umfragen auf potenzielle Erfolge der Linken, der BSW und sogar der FDP hindeuten. Dies könnte die Etablierung einer stabilen Regierung erschweren, insbesondere wenn die bisher dominierende Koalition bestehend aus Union und SPD Schwierigkeiten hat, eine Mehrheit im Bundestag zu sichern.

