Tusk: Kein dauerhafter Frieden in Sicht
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk zeigt sich pessimistisch hinsichtlich eines dauerhaften Friedens für die Ukraine, solange Wladimir Putin Russlands Geschicke lenkt. Er prophezeit einen 'permanenten ewigen Krieg', falls keine drastischen Veränderungen in Russland stattfinden. 'Wie viele Opfer müssen wir noch erwarten?', fragte Tusk in einem Interview mit der 'Sunday Times'.
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj informierte Tusk darüber, dass die Ukraine bereit sei, noch zwei bis drei Jahre Widerstand zu leisten, jedoch hoffe er inständig, dass der Konflikt nicht ein ganzes Jahrzehnt andauern werde. Tusk hingegen sieht keinen Zweifel am Fortbestand der Ukraine als souveräner Staat.
Trotz neuer US-Sanktionen, die Russlands Wirtschaft treffen, bleibt laut Tusk ein Sieg ungewiss. Er attestiert Russland eine entscheidende Kampfbereitschaft, die dem Westen fehle. Im Krieg sei diese Eigenschaft unverzichtbar, um gewinnen zu können.
Tusk warnt Großbritannien davor, in einer 'süßen Illusion' zu leben. Der Krieg sei nicht weit entfernt, da Russland mit ballistischen Raketen potenziell jede europäische Hauptstadt, einschließlich London, bedrohen könne. Darüber hinaus seien bereits jetzt signifikante Cyberspace-Angriffe im Gange, die die Infrastruktur von Polens Eisenbahnen und Krankenhäusern gefährden.

