Turkmenistan legalisiert Kryptowährungs-Mining und -Handel

Turkmenistan hat offiziell das Mining und den Handel mit Kryptowährungen legalisiert. Dies markiert einen bedeutenden politischen Wandel für eines der isoliertesten Länder der Welt mit etwas mehr als 7 Millionen Einwohnern. Das neue Gesetz wurde am Donnerstag von Präsident Serdar Berdimuhamedov unterzeichnet.
Neue Gesetzgebung
Das Gesetz stuft virtuelle Vermögenswerte unter das Zivilrecht und führt einen Lizenzrahmen für Kryptowährungsbörsen ein, der von der Zentralbank überwacht wird. Allerdings werden digitale Vermögenswerte nicht als Zahlungsmittel, Währung oder Wertpapier anerkannt. Der Internetzugang in Turkmenistan bleibt weiterhin stark staatlich eingeschränkt, was die praktische Nutzung von Kryptowährungen begrenzen könnte.
Diese Entwicklung erfolgt, während die zentralasiatische Nation weiterhin stark von ihrem Erdgas-Sektor abhängig ist, um die Wirtschaft zu stützen. Derzeit wird ein Pipeline-Projekt entwickelt, um Gas nach Afghanistan, Pakistan und Indien zu liefern. Turkmenistan bewegt sich allmählich in Richtung einer stärkeren Nutzung digitaler Systeme sowohl in der öffentlichen Verwaltung als auch in der Wirtschaftspolitik. Im April 2025 genehmigten die Behörden ein Gesetz, das elektronische Visa erlaubt, um Ausländern die Einreise ins Land zu erleichtern.
Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1991 erlangte Turkmenistan den Ruf strenger Grenzkontrollen, und viele Visaanträge wurden ohne klare Gründe abgelehnt. 1995 erklärte sich das Land unter dem damaligen Präsidenten Saparmurat Niyazov zu einem neutralen Staat, der den ausländischen Einfluss begrenzte und ein stark kontrolliertes politisches System führte, bis zu seinem Tod im Jahr 2006. In dieser Zeit blieb die Wirtschaft stark von Gasexporten abhängig, wobei China heute der Hauptabnehmer ist. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2022 zeigt Präsident Serdar Berdimuhamedov Anzeichen einer begrenzten Öffnung.
Kyrgyzstans Zusammenarbeit mit Binance-Gründer CZ
Ein weiteres ehemaliges sowjetisches zentralasiatisches Land, Kirgisistan, arbeitet ebenfalls daran, seine Ambitionen im Bereich digitaler Vermögenswerte zu stärken. Im April unterzeichnete der Binance-Gründer Changpeng „CZ“ Zhao ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Nationalen Investitionsagentur (NIA) des Landes. Das Abkommen, das am 3. April von Präsident Sadyr Zhaparov angekündigt wurde, zielt darauf ab, die Entwicklung des Kryptowährungs- und Blockchain-Ökosystems in Kirgisistan zu unterstützen.
Die Partnerschaft umfasst die Zusammenarbeit in den Bereichen regulatorische Beratung, Infrastrukturentwicklung und Bildungsprogramme. Laut offiziellen Angaben liegt der Fokus auf der Verbesserung der technologischen Infrastruktur, der Erhöhung der Sicherheit digitaler Vermögenswerte und der Ausbildung lokaler Fachkräfte in Bereichen wie Blockchain, Cybersicherheit und Verwaltung virtueller Vermögenswerte. Die NIA erklärte, dass die Zusammenarbeit dazu beitragen soll, Kirgisistan als regionales Zentrum für Blockchain-Innovation in Zentralasien zu positionieren.

