Trumps Dollar-Dilemma: Schwacher Dollar als Wirtschaftsstrategie
US-Präsident Donald Trump hat eine bemerkenswerte Rechtfertigung für den derzeit schwächelnden Dollar präsentiert. Seiner Ansicht nach birgt ein schwacher Dollar Potenzial für erhöhtes Wirtschaftswachstum, da ein starker Dollar den Handel behindere und dem Tourismussektor schade. Vor seinem Abflug nach Schottland unterstrich Trump die Herausforderung, mit einem starken Dollar landwirtschaftliche Maschinen und Fahrzeuge, wie Traktoren und Trucks, im Ausland zu verkaufen. Dennoch gestand er die Vorteile eines starken Dollars im Kampf gegen die Inflation ein, auch wenn er behauptete, Inflation sei in den USA gar kein Thema.
Diverse Daten sprechen jedoch eine andere Sprache: Das US-Arbeitsministerium vermeldete jüngst, dass die Verbraucherpreise im Juni überraschend um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Ein schwacher Dollar kann tatsächlich zu gesteigerten Exporten und infolgedessen zu einem kurzfristigen Anstieg des Wirtschaftswachstums führen. Doch birgt diese Strategie auch Risiken: Amerikanische Konsumenten müssen bei einer schwachen Währung tiefer in die Tasche greifen für importierte Waren und teurere Auslandstrips in Kauf nehmen.

