Trump reist nach Peking für Gipfeltreffen mit Xi: Auswirkungen auf Bitcoin

US-Präsident Donald Trump wird sich vom 13. bis 15. Mai in Peking mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping treffen. Dies ist Trumps erster Besuch in China seit 2017. Themen wie Künstliche Intelligenz, Halbleiter, neue Handels- und Investitionsmöglichkeiten sowie Spannungen im Nahen Osten stehen auf der Agenda. Für Bitcoin (BTC) und die Märkte für digitale Vermögenswerte könnte das Treffen ebenfalls von Bedeutung sein.
Die Krypto-Perspektive
Trump hatte in seiner ersten Amtszeit Zölle auf chinesische Importe verhängt und setzte diese Politik auch nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus 2025 fort. Dies erhöhte den Druck auf chinesische Hersteller von Mining-Ausrüstung wie Bitmain, Canaan und MicroBT.
Die Handelskonflikte führten zu Schwankungen im BTC-Kurs, da die Kryptowährung auf Trumps Drohungen gegenüber China und anderen Ländern negativ reagierte. Viele in der Krypto-Community hoffen, dass das bevorstehende Trump-Xi-Gipfeltreffen zu einer Lockerung der chinesischen Haltung gegenüber BTC und digitalen Vermögenswerten führen könnte. Mehrere der 17 Führungskräfte, die mit dem US-Präsidenten reisen, haben bedeutende Verbindungen zu digitalen Vermögenswerten.
Zum Beispiel verwaltet der CEO von BlackRock, Larry Fink, den größten Spot-Bitcoin-ETF. Tesla, vertreten durch Elon Musk, besitzt 11.509 BTC. Ryan McInerney von Visa und Michael Miebach von Mastercard bauen beide die Infrastruktur für Stablecoin-Abwicklungen aus, während David Solomon von Goldman Sachs, das kürzlich seine Krypto-Handelsaktivitäten erweitert hat, ebenfalls anwesend ist. Sollten die Finanzströme zwischen den USA und China erleichtert werden, könnten diese Institutionen profitieren, was sich schnell in den Märkten widerspiegeln würde.
Jedoch zeigt eine Analyse von XWIN Japan vom 12. Mai, dass die Hoffnungen auf eine Änderung der chinesischen Krypto-Politik fehlgeleitet sein könnten, da die chinesischen Behörden kürzlich die Beschränkungen für krypto-bezogene Aktivitäten, die Tokenisierung realer Vermögenswerte und yuan-gebundene Stablecoins verstärkt haben. Eine direkte Ausweitung der Bitcoin-Nachfrage auf dem chinesischen Festland bleibt daher vorerst ausgeschlossen.
Auswirkungen auf das Bitcoin-Mining
Ein weiterer Bereich, der von diesem Treffen profitieren könnte, sind die Lieferketten für Bitcoin-Mining, die trotz der Dominanz Nordamerikas im globalen Hashrate-Wachstum weiterhin stark von China beliefert werden. Sollte das Treffen zu einer Entspannung der Spannungen führen, könnte dies Investitionen in Mining und die Expansion der Hashrate beschleunigen, was sich positiv auf den BTC-Preis auswirken könnte. Im Falle eines Scheiterns könnten jedoch die Kosten für Ausrüstung steigen und es könnte zu Lieferverzögerungen für Miner weltweit kommen, was Bitcoin auf andere Weise als durch einfache Stimmungsänderungen belasten würde.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde BTC bei etwa $81.000 gehandelt, mit einem Anstieg von weniger als 1% in den letzten sieben Tagen, laut Daten von CoinGecko. Das 30-Tage-Bild ist jedoch deutlich besser, da die Kryptowährung in diesem Zeitraum um etwa 13% gestiegen ist.
Das makroökonomische Umfeld vor dem Gipfel ist nicht unproblematisch, da die Ölpreise am Montag um bis zu 4% auf $105,50 gestiegen sind, nachdem die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten waren. Höhere Ölpreise schüren Inflationserwartungen, was die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen der Federal Reserve verringert und die finanziellen Bedingungen für Risikoanlagen, einschließlich Bitcoin, verschärft.

