Trump kündigt neue Zollrunde an: Ein "Tag der Befreiung"?
US-Präsident Donald Trump plant, eine bedeutende Erweiterung der US-Zollmaßnahmen bekannt zu geben. In einer mit Spannung erwarteten Verkündung im Rosengarten des Weißen Hauses wird erwartet, dass der Präsident eine neue Strategie des sogenannten "wechselseitigen Zolls" erläutert.
Diese Strategie sieht vor, die amerikanischen Zölle überall dort anzupassen, wo die US-Abgaben gegenwärtig niedriger sind als die ihrer internationalen Handelspartner. Obgleich das konkrete Ausmaß und die Zielbereiche dieser Maßnahmen bislang unklar bleiben, deutet der gegenwärtige politische Diskurs auf mögliche pauschale Zollerhebungen hin.
Diese könnten sowohl spezifische Branchen als auch eine breite Palette unterschiedlicher Waren betreffen. Präsident Trump, der die Ankündigung als einen "Tag der Befreiung" für die USA schildert, hat jüngst insbesondere die Handelspolitik der Europäischen Union kritisiert.
Die EU wird von ihm aufgrund des Handelsungleichgewichts ins Visier genommen, da europäische Unternehmen laut Trump weitaus mehr Produkte in die USA einführen, als US-Firmen in die EU exportieren. Laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind neue US-Sonderzölle auf die Einfuhr von Halbleitern, Pharmazeutika und Holz zu erwarten.
Ferner steht eine mögliche Einführung von reziproken Zöllen zur Debatte, als Gegenmaßnahme zu angeblich ungerechten Zöllen anderer Länder. Zudem sollen ab Ende der Woche erhöhte Abgaben auf Autoimporte in Kraft treten.

