Trump gewährt Ungarn Sonderregelung für russische Energieimporte
Ungarn kann weiter auf russische Energielieferungen setzen: US-Präsident Donald Trump hat dem ungarischen Premierminister Viktor Orban offenbar eine Ausnahmegenehmigung von den amerikanischen Sanktionen gegen russische Ölkonzerne zugesagt. Diese Vereinbarung, die während Orbans Besuch in Washington getroffen wurde, ermöglicht es Ungarn, ein weiteres Jahr lang Energierohstoffe aus Russland einzuführen. Während sich das Weiße Haus hierzu offiziell zurückhält, bestätigte Orban die Sondererlaubnis öffentlich. Die im Oktober von der US-Regierung verstärkten Sanktionen könnten in der Regel sekundäre Strafmaßnahmen für Käufer nach sich ziehen. Für Ungarn jedoch, dessen Energiesystem eng mit russischen Lieferungen verzahnt ist, wird die Ausnahme als notwendig erachtet.
Orban argumentiert, dass es derzeit keine kurzfristigen Alternativen zu den Pipelines Turkish Stream und Druschba gibt und somit die Fortsetzung der Lieferungen essentiell ist. Im Rahmen des Treffens zeigte Trump Verständnis für die ungarische Situation, da Ungarn keinen Zugang zu Seehäfen für alternative Ölquellen hat. Allerdings gab es Kritik von republikanischen und demokratischen US-Senatoren, die Ungarn aufforderten, im Einklang mit der EU langfristig auf russische Energieimporte zu verzichten. Die Druschba-Pipeline bleibt angesichts fehlender effektiver Ersatzoptionen zentral für Ungarns Energieversorgung, während die Beziehung zu Kiew aufgrund der russisch-ukrainischen Spannungen angespannt bleibt.
Unbeeindruckt von den Herausforderungen, sieht Trump weiterhin Budapest als potenziellen Austragungsort für ein Gipfeltreffen mit Wladimir Putin. Doch wann und ob ein solches Treffen tatsächlich realisiert wird, ist aufgrund der Stockungen in bisherigen Verhandlungen noch völlig offen.

