Trump fordert Pharma-Riesen zur Preissenkung auf
US-Präsident Donald Trump intensiviert seine Bemühungen, um die Medikamentenpreise in den Vereinigten Staaten zu senken, und richtet sich dabei direkt an die großen Pharmakonzerne. Eine Frist von 60 Tagen setzt er Herstellern wie Eli Lilly, Novartis und Pfizer, um sicherzustellen, dass insbesondere Menschen mit niedrigem Einkommen von einer Preisgarantie profitieren können und neue Medikamente automatisch zum niedrigsten Preis auf den Markt kommen.
Zudem sollen internationale Mehreinnahmen zugunsten der amerikanischen Verbraucher und Steuerzahler umverteilt werden, erklärte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt gegenüber der Presse. Bereits im Mai unterzeichnete Trump ein Dekret, das diese Anliegen vorantreiben soll.
Bislang gibt es in den USA keine zentrale staatliche Regulierung der Medikamentenpreise, was der Pharmaindustrie großen Spielraum bei der Preisgestaltung gibt. Im Gegensatz dazu stehen Länder wie Deutschland, die über staatliche Regulierungen verfügen.
Während seiner ersten Amtszeit konnte Trump jedoch nicht durchsetzen, dass die Erstattungspreise an die niedrigsten Preise wohlhabender Länder gekoppelt werden, obwohl dies die Preise in den USA senken könnte. Der Vorschlag scheiterte an rechtlichem und politischem Widerstand.
Ungeklärt bleibt indes die genaue Umsetzung der Bestpreisgarantie für neue Medikamente, die als "Most Favored Nation“-Preisgestaltung bezeichnet wird. Kritiker weisen darauf hin, dass diese Preisgarantie sich an internationalen Preisen orientiert, während neue Arzneien häufig zuerst auf dem amerikanischen Markt eingeführt werden, was die Vergleichbarkeit erschwert.

