The Elder Scrolls 4 Oblivion Remastered: Cyrodiils prächtige Tore öffnen sich auch für die Switch 2
Die vertrauten Glocken von Kvatch erklingen erneut, doch diesmal im portablen Gewand. The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered hat seinen Triumphzug fortgesetzt und erobert nun eine völlig neue Plattform: die Nintendo Switch 2. Bethesda hält sich mit einem konkreten Datum noch bedeckt, doch die Gewissheit steht – irgendwann im Laufe dieses Jahres werden Abenteurer Cyrodiil in der Hosentasche mit sich führen können. Wer glaubt, dass dieser Klassiker aus dem Jahr 2006 bereits alle Geheimnisse preisgegeben hätte, könnte von der technischen Metamorphose und den damit verbundenen Neuerungen überrascht werden.
Eine zweite Geburt in Unreal Engine 5
Das ursprünglich 2025 für Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC veröffentlichte Remaster wurde federführend von Virtuos und Bethesda Game Studios umgesetzt. Während der Gamebryo-Kern des Originals erhalten blieb, erhielten die visuellen Aspekte eine radikale Frischzellenkur durch die Unreal Engine 5. Das Resultat ist ein grafisches Schauspiel, das die ikonischen Eigenheiten des Originals bewahrt und dennoch zeitgemäß erstrahlt. Lebensqualitätsverbesserungen durchziehen sämtliche Bereiche – vom Kampfsystem über die Progression bis hin zu zahlreichen Kleinigkeiten, die den Spielfluss spürbar geschmeidiger gestalten. Obendrein erhält man sämtliche Erweiterungen serviert: Knights of the Nine und das psychedelisch-bizarre Shivering Isles sind bereits an Bord. Wer zur Deluxe Edition greift, darf sich über zwei zusätzliche Rüstungs- und Waffensets freuen.
Holpersteine auf dem Weg zur Perfektion
Doch nicht alles glänzt wie Daedra-Artefakte im Mondlicht. Trotz des kommerziellen Erfolgs kämpft das Remaster mit technischen Unebenheiten, die sich zu den bereits bekannten Macken des Originals gesellen. Virtuos hat zwar Updates nachgereicht, doch die jüngsten „gemischten“ Rezensionen auf Steam sprechen eine deutliche Sprache – hier gibt es noch Hausaufgaben zu erledigen. Ob die Switch 2-Umsetzung als Katalysator für umfassendere Verbesserungen dient, bleibt abzuwarten. Möglicherweise nutzt Bethesda die Portierung als Gelegenheit, hartnäckige Fehler auszumerzen und das Erlebnis auf allen Plattformen zu harmonisieren.
Portabler Nostalgie-Trip mit Fragezeichen
Die Ankündigung wirft spannende Fragen auf. Wie wird die Switch 2 mit der gewaltigen, in Unreal Engine 5 rekonstruierten Welt umgehen? Werden grafische Kompromisse nötig sein, oder beweist Nintendos neue Hardware ihre Leistungsfähigkeit gerade an diesem anspruchsvollen Titel? Für Fans der Reihe, die das ursprüngliche Oblivion auf der regulären Switch vermisst haben, eröffnet sich jedenfalls eine verlockende Perspektive: Die Tore von Kvatch im Handheld-Modus zu durchschreiten, während die kaiserliche Stadt mit all ihren politischen Intrigen darauf wartet, erkundet zu werden. Bleibt zu hoffen, dass die technische Umsetzung den hohen Erwartungen standhält und nicht durch Performance-Probleme getrübt wird.


