Sturmlauf am Wiener Börsenparkett: ATX und Unternehmenszahlen sorgen für Freudensprünge
Der Wiener Aktienmarkt erlebte am Mittwoch ein fulminantes Comeback, als der Leitindex ATX mit einem Plus von 2,96 Prozent auf 4.229,96 Punkte kletterte. Dieser deutliche Anstieg zog die Aufmerksamkeit nicht nur in der Donaumetropole, sondern auch an den europäischen Handelsplätzen auf sich, wo es ebenfalls kräftige Zuwächse gab.
Im Rampenlicht standen die Unternehmenszahlen, die in der Berichtssaison weiterhin für Spannung sorgen. Besonders im Fokus der Anleger rückten die Unternehmen Wienerberger, EVN und FACC. Wienerberger überraschte mit einem imposanten Kurssprung von 11,3 Prozent und einem starken Jahr 2024, das Analysten als das "drittbeste Jahr in der Unternehmenshistorie" gefeiert wurde. Der Ziegelhersteller übertraf mit seinen Viertquartalszahlen die Erwartungen der Analysten bei der Erste Group deutlich. Besonders die angekündigte Dividendensteigerung um 5,6 Prozent auf 0,95 Euro je Aktie hob die Stimmung. Trotzdem blieben die Zukunftsaussichten für 2025 gemischt.
Währenddessen erlebte EVN einen leichten Rückgang von 0,7 Prozent, was hauptsächlich auf einen Umsatzrückgang im Bereich erneuerbare Energien zurückzuführen war. Dennoch wurden die Umsatzzahlen als leicht positiv eingestuft, obwohl der Nettogewinn hinter den Erwartungen zurückblieb. FACC hingegen konnte einen Aufschwung von 3,9 Prozent verzeichnen. Der Flugzeugzulieferer feierte das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte mit einem Umsatz von 884,5 Millionen Euro und einem deutlichen Gewinnanstieg.
Auch abseits des Rampenlichts gab es bemerkenswerte Kursentwicklungen: Voestalpine legten um 9,1 Prozent zu, während sich AT&S mit einem Plus von 5,6 Prozent und Polytec mit beeindruckenden 12,7 Prozent hervortaten. Weitere positive Bewegungen verzeichneten Erste Group und Raiffeisen Bank International, die um 2,8 Prozent bzw. 4,5 Prozent zulegten. Im Bauwesen stiegen Porr-Titel um 5,5 Prozent.
Kapsch TrafficCom-Titel schlossen mit einem leichten Plus von zwei Prozent, während die Erste Group weiterhin eine optimistische Einschätzung abgibt.

