Steam Deck: Verkaufszahlen werfen Zweifel an Xbox-Handheld auf
Während sich Nintendo Switch mit über 150 Millionen verkauften Einheiten zu einer der meistverkauften Konsolen der Geschichte entwickelt hat, bleibt die Nachfrage nach PC-Handhelds vergleichsweise gering. Laut aktuellen Schätzungen des Marktforschungsunternehmens IDC wurden seit 2022 weniger als sechs Millionen Geräte dieser Art weltweit ausgeliefert.
Dazu gehören neben dem Steam Deck auch die Asus ROG Ally, Lenovo Legion Go und das MSI Claw.
Wie viele Steam Decks wurden verkauft?
Valve selbst hat nie konkrete Verkaufszahlen veröffentlicht. Schätzungen von The Verge gehen jedoch davon aus, dass bis heute zwischen 3,7 und 4 Millionen Einheiten des Steam Decks verkauft wurden. Das wäre deutlich weniger als die PS Vita, die trotz ihres Misserfolgs auf schätzungsweise 16,21 Millionen verkaufte Einheiten kam (laut Wikipedia). Im Vergleich zur PSP war das nichts. Das PlayStation Portable kam auf 82 Millionen verkaufter Stück.
Auch der Gesamtmarkt scheint bereits 2023 seinen Höhepunkt erreicht zu haben, als 2,8 Millionen PC-Handhelds ausgeliefert wurden. Laut IDC soll die Zahl 2024 auf 1,4 Millionen fallen, bevor sie 2025 leicht auf unter 2 Millionen ansteigt.
Was bedeutet das für einen möglichen Xbox Handheld?
Obwohl PC-Handhelds eine Marktlücke füllen, sind sie weit davon entfernt, ein Massenprodukt zu werden. Trotzdem sieht AMD-Marketingchef Frank Azor die Entwicklung positiv (via Metro.co.uk): „Vor drei Jahren gab es diese Kategorie nicht. Jetzt sprechen wir über Millionen verkaufter Einheiten.“
Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Selbst der N-Gage von Nokia, der als einer der größten Konsolenflops gilt, hatte ähnliche Verkaufszahlen.
Sollte Microsoft wirklich einen eigenen Xbox-Handheld planen, sind die aktuellen Daten ein klares Warnsignal: Der Markt wächst nicht schnell genug, um eine nachhaltige Investition zu rechtfertigen. Immerhin denkt Microsoft Gaming-Chef Phil Spencer immer wieder laut über einen Xbox Handheld nach.


