Starker Rückgang der Bitcoin-UTXO-Anzahl — Bereiten sich Wale auf einen großen Zug vor?

Der Aufwärtstrend von Bitcoin hat sich leicht abgekühlt, da der Vermögenswert nun knapp unter der Marke von $119.000 gehandelt wird, was einem Rückgang von 3% in der vergangenen Woche entspricht.
Der Rückgang folgt einem anhaltenden Aufwärtstrend, der in den letzten Monaten sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Teilnehmern auf erhebliches Interesse gestoßen ist. Die aktuelle Pause im Momentum könnte auf ein vorübergehendes Rebalancing hindeuten, bei dem Marktteilnehmer möglicherweise ihre Positionen neu bewerten.
Mit der Stabilisierung der Preisbewegung beginnen On-Chain-Analysten, tiefere strukturelle Veränderungen innerhalb der Bitcoin-Blockchain-Aktivität hervorzuheben. Laut dem CryptoQuant-Beitrag von Avocado steht ein wichtiger Trend im Fokus: der anhaltende Rückgang der Unspent Transaction Output (UTXO) von Bitcoin.
Obwohl dies auf den ersten Blick mit sinkenden Transaktionsvolumina zusammenhängen könnte, deutet die zugrunde liegende Ursache auf eine strategischere Umstrukturierung durch institutionelle Teilnehmer hin.
Institutionelle Konsolidierung gestaltet die On-Chain-Struktur um
Avocado erklärte, dass seit Dezember 2024 die Anzahl der UTXOs von Bitcoin stetig abgenommen hat, was er auf die zunehmende Over-the-Counter (OTC)-Aktivität und Konsolidierungsbemühungen großer Inhaber zurückführt.
Diese Entitäten, hauptsächlich Wale und institutionelle Investoren, fusionieren Berichten zufolge mehrere UTXOs zu weniger Adressen, ein Prozess, der die On-Chain-Effizienz erhöht und eine Präferenz für eine langfristige Verwahrung widerspiegelt.
Diese strukturellen Veränderungen deuten darauf hin, dass langfristige Inhaber sich auf eine längere Exposition vorbereiten, anstatt sofort am Markt teilzunehmen.
Anstatt Gelder für häufige Trades zu zerstreuen, konsolidieren diese Institutionen ihre Bitcoin-Bestände in größere Einheiten, was auf eine verringerte Liquidität in naher Zukunft, aber möglicherweise eine größere langfristige Marktstabilität hindeutet. Die Auswirkungen sind im On-Chain-Footprint sichtbar, bei dem die Anzahl der aktiven UTXOs nicht mit früheren Hausse-Zyklen Schritt gehalten hat.
Zurückhaltende Aktivität der Kleinanleger und künftige Marktsignale
Während die institutionelle Aktivität scheinbar gefestigt ist, bleibt das Verhalten der Kleinanleger verhalten. Avocado bemerkte, dass im Gegensatz zu früheren Zyklen, in denen das durch Kleinanleger getriebene Volumen zu einem Wachstum der UTXO beitrug, die aktuelle Rallye dieses breite Basisengagement vermissen lässt.
Die Anzahl der neu erstellten UTXOs ist relativ flach geblieben, was die Ansicht verstärkt, dass die Teilnahme der Kleinanleger noch nachziehen muss. In die Zukunft blickend, schlägt der Analyst vor, dass jede erneute Welle kurzfristiger Spekulationen, die oft durch starke Kursbewegungen ausgelöst wird, das Interesse der Kleinanleger wieder entfachen könnte.
Dies würde sich in einer erhöhten UTXO-Erstellung, einer verstärkten Aktivität an den Börsen und möglicherweise einer größeren Volatilität widerspiegeln. Bis dahin scheint der Markt hauptsächlich von langfristigen strategischen Akkumulationen geführt zu werden.
Trotz der aktuellen Verlangsamung des Preises bleiben die zugrunde liegenden Kennzahlen konstruktiv. Die Zuflüsse an die Börsen sind moderat, langfristige Inhaber akkumulieren weiterhin und der institutionelle Kapitalfluss hält an.
Diese Faktoren deuten darauf hin, dass sich der Markt nach wie vor in einer Konsolidierungsphase befindet, anstatt eine Umkehr zu signalisieren. Sollte die Beteiligung der Kleinanleger zurückkehren und sich die On-Chain-Aktivität ausweiten, könnte Bitcoin durch sowohl fundamentale Nachfrage als auch spekulative Zuflüsse einen erneuten Aufschwung erleben.

