Stahlkrise in Deutschland: Was jetzt getan werden muss
Katharina Dröge, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ruft die Bundesregierung inmitten der Stahlindustrie-Krise zu schnellem Handeln auf. Beim Treffen der Koalitionsspitzen in Würzburg, so betont Dröge, sei es an der Zeit, konkrete Lösungen für die angeschlagene Branche zu präsentieren. Genug der Kommissionen und Gipfel, jetzt sei pragmatisches Handeln gefragt. Bundeskanzler Friedrich Merz wird dringend geraten, sich persönlich auf europäischer Ebene für effektiven Handelsschutz und eine strategische Klima- und Handelsallianz einzusetzen, um der Stahlindustrie neue Absatzchancen zu eröffnen.
Die Spitzenkandidaten der Bundestagsfraktionen von Union und SPD sind zu einer zweitägigen Klausurtagung in Würzburg zusammengekommen. Auch SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil spricht sich nach den Forderungen mehrerer Bundesländer für ein Gipfeltreffen aus, um den Stahlstandort Deutschland nachhaltig zu stärken.
Die deutsche Stahlproduktion hat unter starker Konkurrenz, vornehmlich aus asiatischen Ländern, hohen Energiekosten und der allgemein schwachen Konjunktur gelitten. Im Juni hatte der damalige US-Präsident Donald Trump die Importzölle auf Stahl und Aluminium drastisch auf 50 Prozent erhöht, zuvor lagen diese bei 25 Prozent. Diese Zölle sind nicht in die Abmachungen zwischen den USA und der EU aufgenommen worden, was Dröge als schlechten Deal mit Trump bezeichnet.

