Stärkere Diskussion über Kapitalrotation von Gold zu Bitcoin: Eine datenbasierte Analyse

23. Dezember 2025, 00:44 Uhr · Quelle: BTCStar
Runde Silber  Und Goldmünzen
Foto: @David McBee via Pexels
Eine Studie von Darkfost zeigt, dass empirische Daten für eine Kapitalrotation von Gold zu Bitcoin fehlen, was Bitcoin's aktuelle Marktschwäche unterstreicht.

Bitcoin versucht erneut, die Marke von $90.000 zurückzuerobern, bleibt jedoch unter diesem psychologisch wichtigen Niveau gefangen. Trotz mehrerer kurzlebiger Erholungsversuche fehlt es an nachhaltigem Momentum, was die wachsenden Bedenken über eine Schwächung der Marktstruktur verstärkt.

Während die Volatilität anhält und Aufwärtsbewegungen ins Stocken geraten, diskutieren immer mehr Analysten offen die Möglichkeit, dass Bitcoin in eine Bärenmarktphase übergeht. Die Stimmung an den Derivate- und Spotmärkten hat sich merklich eingetrübt, und die Risikobereitschaft nimmt weiter ab.

In diesem Kontext lenkt ein aktueller Bericht von Darkfost die Aufmerksamkeit auf eine bekannte, aber umstrittene Erzählung: die Kapitalrotation von Gold zu Bitcoin. Da Gold ein neues Allzeithoch von über $4.420 pro Unze erreicht hat, taucht die Idee, dass Investoren bald Kapital in Bitcoin umschichten könnten, wieder verstärkt auf.

Historisch gesehen gewinnt diese Erzählung in Zeiten an Bedeutung, in denen traditionelle sichere Häfen überdurchschnittlich abschneiden, was Spekulationen nährt, dass Bitcoin als alternative Wertaufbewahrung folgen könnte.

Darkfost warnt jedoch, dass diese Annahme nicht gut fundiert ist. Während die Rotationsthese in diesem Zyklus häufig wiederholt wurde, bleibt der empirische Beweis, der die Outperformance von Gold direkt mit nachhaltigen Bitcoin-Zuflüssen verknüpft, schwach.

Anstatt auf eine bevorstehende bullische Wende hinzuweisen, deutet das aktuelle Setup darauf hin, dass Bitcoin anfällig bleibt, gefangen zwischen makrogetriebenen Erzählungen und einer sich verschlechternden internen Marktstruktur.

Prüfung der Gold-zu-Bitcoin-Rotationsthese

Darkfost betont, dass die populäre Erzählung der Kapitalrotation von Gold zu Bitcoin keine direkten, überprüfbaren Beweise aufweist. Um dem entgegenzuwirken, hat er ein vergleichendes Framework entwickelt, um Zeiträume zu identifizieren, in denen solche Rotationen möglicherweise stattgefunden haben, ohne eine kausale Beziehung anzunehmen. Das Kernproblem, wie er feststellt, ist, dass On-Chain- und Marktdaten nicht schlüssig beweisen können, dass Kapital, das Gold verlässt, dasselbe Kapital ist, das in Bitcoin fließt.

Um potenzielle Rotationsphasen zu approximieren, hat Darkfost eine einfache, aber disziplinierte Signalstruktur angewendet. Ein positives Signal erscheint, wenn Bitcoin über seinem 180-Tage-Durchschnitt handelt, während Gold unter seinem eigenen 180-Tage-Durchschnitt handelt. Theoretisch deutet diese Konfiguration auf eine relative Stärkeverschiebung in Richtung Bitcoin hin. Umgekehrt wird ein negatives Signal ausgelöst, wenn sowohl Bitcoin als auch Gold unter ihren jeweiligen 180-Tage-Durchschnitten handeln, was auf ein breites Risikovermeidungsszenario statt auf eine Rotation hinweist.

Diese Methodik ermöglicht historische Vergleiche über Zyklen hinweg und hebt Momente hervor, in denen die relative Performance divergierte. Die Ergebnisse stellen jedoch die Einfachheit der Erzählung in Frage. Diese Signale führen nicht zu konsistenten oder zuverlässigen Ergebnissen. In mehreren Fällen führten vermeintliche Rotationsperioden nicht zu einem nachhaltigen Aufwärtstrend für Bitcoin. Zu anderen Zeiten stieg Bitcoin unabhängig vom Goldtrend.

Die Schlussfolgerung ist klar: Die Kapitalrotation zwischen Gold und Bitcoin ist kein absoluter oder mechanischer Prozess. Das Marktverhalten erscheint weitaus nuancierter, getrieben von breiteren makroökonomischen Bedingungen, Liquiditätsdynamiken und der Positionierung der Investoren, anstatt von einer einfachen Asset-zu-Asset-Rotation.

Preiskämpfe unterhalb wichtiger gleitender Durchschnitte

Bitcoin versucht sich nach einer scharfen Korrekturphase zu stabilisieren, aber das Chartbild zeigt, dass die Preisbewegung strukturell fragil bleibt. BTC handelt derzeit knapp unter der $90.000-Marke, einem Bereich, der sich nach dem jüngsten Einbruch von einer Unterstützung in einen kurzfristigen Widerstand verwandelt hat. Während der jüngste Anstieg kurzfristiges Kaufinteresse zeigt, hat er die breitere bärische Struktur, die sich nach den Höchstständen im Oktober gebildet hat, noch nicht verändert.

Aus einer Trendperspektive handelt Bitcoin nun unter dem 50-3D-Durchschnitt (blau), der begonnen hat, nach unten zu neigen, was auf ein nachlassendes Momentum hindeutet. Das Versäumnis, dieses Niveau zurückzuerobern, deutet darauf hin, dass die jüngsten Aufwärtsbewegungen eher korrektiv als impulsiv sind.

Unterhalb des aktuellen Preises liegt der 100-3D-Durchschnitt (grün) nahe der $85.000–$86.000-Zone und hat während des Rebounds als Zwischenunterstützung gedient. Ein nachhaltiger Verlust dieses Bereichs würde BTC wahrscheinlich einem tieferen Rückgang in Richtung des 200-3D-Durchschnitts (rot) aussetzen, der derzeit nahe der niedrigen $80.000-Region ansteigt.

Der Ausverkauf wurde von erhöhtem Volumen begleitet. Während der Rebound bei vergleichsweise geringerer Beteiligung stattfand, was auf einen Mangel an Überzeugung seitens der Käufer hinweist. Strukturell konsolidiert Bitcoin in einer niedrigeren Spanne, mit niedrigeren Hochs und komprimierter Volatilität, was eher auf eine Pause als auf eine Trendwende hindeutet.

Für die Bullen ist es entscheidend, die $90.000-Marke und den fallenden 50-3D-Durchschnitt zurückzuerobern und zu halten, um die bärische Tendenz zu widerlegen. Bis dahin begünstigt die Preisbewegung einen seitwärts gerichteten Handel mit weiterhin bestehendem Abwärtsrisiko.

Finanzen / Crypto / Bitcoin / Gold / Kapitalrotation / Marktanalyse / Derivate
23.12.2025 · 00:44 Uhr
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