Stabile Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen trotz internationaler Unruhen
Die Märkte für deutsche Staatsanleihen zeigten am Donnerstag nur geringe Bewegung, nachdem sie in den letzten Tagen von politischer Unsicherheit in Frankreich profitiert hatten. Der Euro-Bund-Future, ein wichtiger Indikator, verzeichnete am Nachmittag einen leichten Anstieg um 0,03 Prozent und notierte bei 129,70 Punkten. Währenddessen blieb die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen mit 2,70 Prozent stabil.
Die vorherige Nachfrage nach sicheren deutschen Staatsanleihen war durch die politische Unsicherheit rund um Frankreichs Haushaltskonsolidierung angefacht worden. Doch am Donnerstag entspannte sich die Lage leicht, was auch den Börsen zu einem kleinen Aufschwung verhalf und die Attraktivität der Anleihen minimal verringerte.
Die wirtschaftlichen Daten aus der Eurozone beeinflussten die Anleihekurse kaum. Die Wachstumsrate der Geldmenge verfehlte im Juli die Erwartungen und blieb unter der 4-Prozent-Marke, was weder signifikante Konjunkturerwartungen noch Inflationsängste schürte, so der Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba.
Zusätzlich kamen trotz robuster Konjunktursignale aus den USA kaum Impulse. Das stärkere Wachstum im Frühjahr, begünstigt durch verstärkte Investitionen von Unternehmen, sowie die sinkende Zahl wöchentlicher Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe konnten die Anleihemärkte ebenfalls nicht wesentlich bewegen.

