Spannungen in Venezuela: EU hebt Selbstbestimmungsrecht hervor

Die Europäische Union hat nach der Festnahme des autoritären venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ein klares Signal gesetzt, indem sie das Selbstbestimmungsrecht des venezolanischen Volkes in den Mittelpunkt stellte. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte die Notwendigkeit, dass das Volk Venezuelas das Recht habe, seine eigene Zukunft zu bestimmen. Ihre Äußerungen, veröffentlicht in einem Beitrag auf der Plattform X, fanden breite Unterstützung innerhalb der EU – mit Ausnahme Ungarns. In einem konzertierten diplomatischen Bemühen arbeitet die EU intensiv mit den Vereinigten Staaten sowie regionalen und internationalen Partnern daran, eine von Venezolanern geführte, verhandelte und friedliche Lösung der anhaltenden Krise zu initiieren.
Kallas betonte in ihrem Statement die zentrale Bedeutung des Völkerrechts und mahnte gleichzeitig zur internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Drogenhandel, unter uneingeschränkter Wahrung der territorialen Integrität und Souveränität aller beteiligten Staaten. Unterdessen sorgte eine Aussage von Ex-US-Präsident Donald Trump für Aufsehen: Er behauptete in einer Pressekonferenz, dass die Vereinigten Staaten Venezuela vorübergehend führen würden und die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez kooperationsbereit sei. Rodríguez wies dies vehement zurück, forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Eingriff als Verletzung der UN-Charta.
Kallas abschließend: Die Achtung der Menschenrechte sei in der aktuellen Lage von höchster Bedeutung. Sie forderte die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen in Venezuela und betonte die enge Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten, um die Sicherheit der EU-Bürger zu sichern.

