Politische Turbulenzen in Venezuela: Maduro bleibt im Amt, trotz Festnahme in den USA

Inmitten internationaler Spannungen bekräftigt die venezolanische Regierung die Fortsetzung des Mandats ihres Präsidenten, Nicolás Maduro, selbst nachdem dieser durch die USA festgenommen wurde. Außenminister Yván Gil betonte die Position der Regierung, dass Maduro weiterhin rechtmäßiger Präsident sei, obwohl er in den Vereinigten Staaten inhaftiert ist. Diese Aussage erfolgte während einer Sitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac), bei der Gil die Überzeugung äußerte, dass trotz internationaler Herausforderungen in Venezuela weiterhin Frieden und stabile institutionelle Abläufe herrschen.
Die US-Regierung hat Maduro in einer dramatischen nächtlichen Operation aus Venezuela entführt und nach New York gebracht, wo ihm ein Prozess wegen Drogenvergehen bevorstehen soll. US-Präsident Donald Trump verkündete überdies, dass die Vereinigten Staaten bis auf Weiteres die Führung Venezuelas übernehmen würden, was die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder zusätzlich belastet.
Währenddessen hat der Oberste Gerichtshof Venezuelas Delcy Rodríguez, einer engen Verbündeten Maduros, die Befugnisse als geschäftsführende Präsidentin übertragen. Diese Maßnahme stellt sicher, dass das regierungsnahe Lager die Macht im Land behält, während sich das Militär demonstrativ hinter Rodríguez stellt.
Gleichzeitig bleibt die Legitimität Maduros umstritten, da sowohl die Opposition als auch internationale Beobachter darauf hinweisen, dass er die Wahl gegen den Oppositionsführer Edmundo González Urrutia aufgrund von Unregelmäßigkeiten eigentlich verloren habe. Eine Vielzahl von Nationen, darunter die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten, erkennen Maduro nicht als rechtmäßiges Staatsoberhaupt an.

