Sicherheitskonzept in Washington: Nationalgarde unter Waffen
In einem bemerkenswerten Schritt hat die Regierung unter US-Präsident Donald Trump mehrere tausend Nationalgardisten in der Hauptstadt Washington stationiert. Verschiedene Berichte aus US-Medien bestätigen: Die Einheiten sind nunmehr bewaffnet. Laut Mitteilung der Nationalgarde dürfen diese Waffen jedoch nur in Fällen extremer Bedrohung eingesetzt werden, etwa bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben. Diese Entwicklung sorgte für reges Medieninteresse, doch auf eine konkrete Nachfrage seitens der Presse konnte die Nationalgarde bislang keine Auskunft geben.
Ersten Beobachtungen zufolge sind an prominenten Orten der Stadt wie der U-Bahnstation, dem Bahnhof Union Station und dem Washington Monument vorerst jedoch keine bewaffneten Soldaten sichtbar. Insgesamt wurde die Präsenz von rund 2.200 Nationalgardisten in der Metropole bestätigt, was vielerorts Diskussionen befeuert. Präsident Trump hat die Einheiten als Antwort auf die vermeintliche Zuspitzung der Kriminalität in der Hauptstadt gerufen, die unter demokratischer Führung steht.
Diese Maßnahme ist allerdings höchst umstritten. Viele Kritiker, so die Stimmen aus den Medien, werten Trumps Vorgehen als Spektakel ohne messbaren Nutzen. Polizeistatistiken weisen keine markante Zunahme der Kriminalität nach, was der Kritik weitere Nahrung gibt. Auch das Vorgehen, die örtlichen Sicherheitskräfte unter Bundesoberaufsicht zu stellen, sorgt für Zündstoff in der öffentlichen Debatte. In diesem Kontext taucht auch die Frage auf, ob Chicago nicht die nächste Stadt auf Trumps Agenda sein könnte. Der dortige demokratische Bürgermeister hat allerdings bereits ablehnend auf derartige Überlegungen reagiert.

