Selenskyj: Russland zeigt kein Interesse an Frieden – Angriffe auf Energiesysteme halten an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland scharf kritisiert und mangelndes Interesse an einem Friedensschluss vorgeworfen. Dies geschah vor dem Hintergrund eines erneuten massiven Luftangriffs auf das ukrainische Energiesystem und zivile Einrichtungen.
Wie Selenskyj in seiner täglichen Ansprache betonte, zeige Russland durch seine wiederholten aggressiven Handlungen, dass es keinerlei Anstalten mache, den Krieg zu beenden – ungeachtet der Bemühungen der Ukraine und der internationalen Gemeinschaft. Im Gegensatz dazu betont die ukrainische Seite ihren stetigen Wunsch nach einem schnellen Frieden.
Selenskyj unterstrich, dass die jüngsten russischen Luftschläge nur verdeutlichten, dass Russland zu friedlichen Lösungen gezwungen werden müsse. In einer Sitzung des Oberkommandos wurde die Leistungsfähigkeit der ukrainischen Flugabwehr intensiv analysiert, um den anhaltenden Bedrohungen besser zu begegnen.
Laut Berichten der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei einem kombinierten Angriff 194 Drohnen und 67 Raketen ein. Erfreulicherweise konnten mehr als die Hälfte der feindlichen Flugobjekte abgefangen werden, während ein Drittel ihre Ziele nicht erreichte. Einige Angriffe zielten laut russischen Angaben auf die Gasinfrastruktur der Ukraine, wodurch Schäden an den Einrichtungen des ukrainischen Staatskonzerns Naftogaz entstanden.
Unterdessen kämpfen die Ukrainer seit über drei Jahren mit Unterstützung des Westens gegen die russische Invasion. Eine von Donald Trump angeordnete Aussetzung der US-amerikanischen Militärhilfe könnte jedoch die Lieferungen für die ukrainische Flugabwehr beeinträchtigen. Trump hatte zuvor Selenskyj unzureichende Anstrengungen zur Friedensfindung vorgeworfen.

