Politisch motivierter Stromausfall in Berlin: Stadt im Krisenmodus
Berlin erlebte am Wochenende einen schwerwiegenden Angriff auf seine Stromversorgung, der zahllose Haushalte in Dunkelheit und Kälte zurückließ. Der gezielte Anschlag führte zu einem erheblichen Stromausfall, der vor allem die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde betraf. Laut Behörden handelt es sich um eine politisch motivierte Sabotage durch eine linksextremistische Gruppe mit dem Namen "Vulkangruppe", die sich in einem Bekennerschreiben zu der Tat bekannte.
Die Innensenatorin Iris Spranger bestätigte die Authentizität des Schreibens. Berlin rief aufgrund der weitreichenden Folgen des Anschlags eine Großschadenslage aus, um dringend notwendige Unterstützung von Bundeswehr und anderen Hilfseinheiten zu mobilisieren.
Die Notlage könnte noch bis Donnerstag anhalten, da die Schäden an der Infrastruktur laut Betreiber Stromnetz Berlin kompliziert zu beheben sind. Der Angriff führte bereits am frühen Samstagmorgen zu schweren Schäden, als Brandsätze an einer Kabelbrücke über dem Teltowkanal mehrere wichtige Hochspannungsleitungen zerstörten.
Obwohl einige betroffene Krankenhäuser nach einem Tag wieder versorgt werden konnten, dauern die Herausforderungen für einige Haushalte und Pflegeeinrichtungen weiter an. Notunterkünfte und Aufladestationen für Mobiltelefone wurden eilig eingerichtet, wobei die Nutzung bisher verhalten ausfiel.
Betroffen sind ebenfalls Schulen in den betroffenen Gebieten, die bis Mittwoch geschlossen bleiben. Trotz der angespannten Lage gibt es zahlreiche Berichte über nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung durch lokale Einrichtungen.
Die Behörden stehen unter starkem Druck, die Täter rasch zu identifizieren und weitere Anschläge zu verhindern. Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner betonte das uneingeschränkte Engagement der Ermittlungsbehörden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

