Selenskyj fordert aktive Rolle der Ukraine bei Friedensgesprächen
Präsident Wolodymyr Selenskyj unterstreicht die Notwendigkeit, dass die Ukraine in Friedensverhandlungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs aktiv einbezogen wird. In seiner jüngsten Ansprache betonte er die Bedeutung einer gemeinsamen Bestimmung des Weges zum Frieden, bei dem die Ukraine federführend sein müsse. Informationen über Gespräche mit westlichen Sicherheitsberatern in Großbritannien, an denen unter anderem US-Vizepräsident JD Vance teilnahm, haben diese Forderung bekräftigt. Die Beratungen mit Vertretern aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Finnland und Polen wurden von Selenskyj als konstruktiv gelobt.
Selenskyj lehnt weiterhin jegliche Gebietsabtretungen an Russland strikt ab. Dabei wies er auf den erneuten Versuch Moskaus hin, Regionen wie Cherson, Saporischschja, Luhansk, Donezk und die Krim unter seine Kontrolle zu bringen. Der ukrainische Präsident warnte, dass bei einem Erfolg dieser Bestrebungen weitere folgen könnten. Er zeigte sich entschlossen, eine Wiederholung der schwachen Reaktionen auf die Annexion der Krim im Jahr 2014 zu verhindern.
Seit über drei Jahren wehrt sich die Ukraine, unterstützt durch westliche Hilfe, gegen die russische Invasion. Ein bevorstehendes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska soll ebenfalls den Konflikt in der Ukraine thematisieren. Medien berichten, dass Russland für eine Waffenruhe einen Rückzug der ukrainischen Kräfte aus Donezk und Luhansk fordert. Zudem sind Gebietsansprüche auf Teile der Ost- und Südukraine sowie ein Verzicht der Ukraine auf einen NATO-Beitritt Teil der russischen Bedingungen. Derzeit kontrolliert Russland etwa ein Fünftel des ukrainischen Territoriums.

