Selbst am Bike schrauben: Das Motorrad als Leidenschaft
Wohl bei den meisten Motorradbesitzern handelt es sich um leidenschaftliche Fahrer, die es lieben, mit ihrem Bike unterwegs zu sein. Dieses gewisse Gefühl von Freiheit, das Spüren von Kraft und Geschwindigkeit ist es, wovon so einige schwärmen. Biker zu sein, ist auch ein besonderer Lifestyle, ein besonderes Lebensgefühl, welches häufig geschätzt wird.
Natürlich sollte man bei aller Leidenschaft und Euphorie nie den Punkt Sicherheit aus den Augen verlieren. Denn eins ist schon klar, Motorradfahren kann gefährlich sein und man muss dafür noch nicht mal selbst einen Sturz oder Unfall verschuldet haben. Als Fahrer sollte man daher immer fit und aufmerksam sein und natürlich sollte sich das Motorrad auch immer in einem einwandfreien Zustand befinden.
Das Motorrad selbst in Schuss halten
Es gibt schon viele, die neben dem Motorradfahren auch selbst ganz gerne an dem Bike basteln und herumschrauben. Ein Motorrad lässt sich immer noch etwas „pimpen“, optimieren. Außerdem gehören häufig Wartungsarbeiten ebenso mit dazu. Auch ohne die genauen Zahlen zu kennen, kann man bestimmt sagen, dass der Anteil von Motorradfahrern, die selbst an ihren Bikes herumschrauben, deutlich höher ist, als der Anteil von Auto-Besitzern, die selbst Wartungsarbeiten vornehmen. Kann man dann also sagen, dass es schon fast üblich ist, als Motorradbesitzer selbst herumzubasteln? Aussehen tut es ja zumindest so.
Die Vorteile, die man hat, wenn man selbst am Motorrad Hand anlegt...
Geld sparen
Wenn man selbst an seiner Maschine herumbastelt, kann man damit bares Geld sparen. Jeder selbst durchgeführte Ölwechsel, jeder, ohne eine Werkstatt durchgeführte, Wechsel der Bremsbeläge oder auch nur das Nachspannen der Kette, spart Geld. Man muss nur einmal selbst ausrechnen, wie viele Arbeitsstunden man einspart, für die man keinen Mechaniker in der Werkstatt bezahlen muss. Dazu kommen noch einige versteckte Kosten, die das selber Basteln attraktiver machen können. Man verbaut nämlich bei seinen Wartungsarbeiten in der Regel Teile, die man selbst besorgt hat. Also keine, von der Werkstatt für manchmal überhöhte Preise, beschafften Originalteile. Nur weil auf einem Bremsbelag vielleicht ein bekannter Markenname draufsteht, muss dieser nicht automatisch besser sein als einer, auf dem es nicht steht.
Zeit sparen
Auch Zeit kann man tatsächlich sparen, wenn man an seinem Motorrad notwendige Arbeiten selbst erledigt. So macht man einen Ölwechsel beispielsweise in der eigenen Garage in ca. einer halben Stunde, wenn alles gut läuft. Wenn man das aber eine Werkstatt machen lässt, kann man davon ausgehen, erst einmal auf einen Termin warten zu müssen. Besonders in der Saison sind häufig Werkstatttermine lange ausgebucht.
Was machen, mit einem Unfallmotorrad?
Wenn es zu einem Unfall oder Sturz kommt, kann man sich teilweise auch noch selbst helfen. Übersteigt es aber die eigenen Fähigkeiten und/oder der Schaden ist recht hoch, ist die Fachwerkstatt natürlich die bessere Option. Man kann aber alternativ an Abnehmer und Bastler ein Unfallmotorrad verkaufen, wie es beispielsweise bei motorradverkaufen.de möglich ist. So oder so, es findet sich auch in einer Unfallsituation eine gute Lösung.
Natürlich wird es immer wieder mal Ausnahmesituationen geben, wie beispielsweise Unfälle oder es übersteigt die eigenen fachlichen Fähigkeiten. Aber oft ist es auch so, dass wenn man eben seine Sachen selbst macht, man in dieser Hinsicht unabhängig bleibt.
Das beruhigende Gefühl
Es gibt Motorradfahrern auch ein gewisses Gefühl der Beruhigung, wenn sie sich in der Lage sehen, unterwegs auftretende technische Probleme selbst beurteilen und gegebenenfalls beheben zu können. Durch das selbst Hand anlegen lernt man nebenbei auch sein eigenes Motorrad besser kennen und einzuschätzen und erlernt handwerkliches Geschick, bzw. baut dieses weiter aus.
Wann es sich nicht lohnt, selbst zu basteln
Geld wird man dann sparen, wenn man in einige Dinge vorher investiert hat. Also bis es so weit ist, dass man selbst alle möglichen Arbeiten erledigen kann. Denn man muss ausreichend Werkzeug dafür haben. Außerdem benötigt man einen Platz, wo man die Arbeiten durchführen kann. Eine eigene Garage ist schon notwendig, damit man geschützt werkeln kann. Natürlich sollte man sich auch nicht selbst überschätzen. Schließlich lernt man nicht umsonst den Beruf des Mechanikers oder auch Fahrzeugtechnikers einige Jahre lang. Man sollte also ehrlich abschätzen können, was man selbst korrekt erledigen kann. Fehler, die man beim Schrauben macht (es kann auch was kaputt gehen), können einen teuer zu stehen kommen und auch gefährlich werden.
Und was jetzt?
Motorradfahren ist ja ein Hobby, bei dem es hauptsächlich um das Fahren als Erlebnis geht. Aber trotzdem kann das Basteln und Schrauben bis zu einem bestimmen Grad zum Hobby durchaus dazugehören. Man sollte halt nur wissen, was für Voraussetzungen dafür geben sein müssen und das man nicht immer Geld sparen wird. Dann muss jeder noch für sich selbst entscheiden.


