Schwungvoll ins Jahr: Spritpreise mit Neujahrssprung
Die Kraftstoffpreise begannen das Jahr 2026 mit einem bemerkenswerten Anstieg. Laut dem ADAC stiegen sowohl die Benzin- als auch die Dieselpreise am ersten Tag des Jahres spürbar an. Ein Liter Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,709 Euro, was einen Anstieg um 3,4 Cent im Vergleich zum letzten Tag des Vorjahres bedeutet. Diesel verzeichnete einen Anstieg von 4 Cent, wodurch der Preis auf 1,658 Euro pro Liter kletterte.
Als Hauptursache für den Preisanstieg wird die eingeführte CO2-Bepreisung angesehen, die bis zu 3 Cent pro Liter ausmachen kann. Vergleicht man jedoch den Preisanstieg mit dem 29. Dezember, sieht man eine Erhöhung um 5,4 Cent bei Super E10 und 6 Cent bei Diesel, was darauf hindeutet, dass die Preise teils schon vor dem neuen Jahr anzogen.
2025 war eines der teuersten Jahre, wenn auch mit einem allgemeinen Preisrückgang verbunden. Der durchschnittliche Jahrespreis für E10 lag bei 1,688 Euro und für Diesel bei 1,611 Euro, einige Cent günstiger als im Vorjahr, aber immer noch hoch im Vergleich zu vergangenen Jahren. Der Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 hatte die Preise einst in ungekannte Höhen getrieben.
Angesichts der volatilen internationalen Lage bleibt der Blick in die Zukunft herausfordernd. Der Winter könnte bei Dieselpreisen Entlastung bringen, doch ist der Spielraum für weitere Preisnachlässe begrenzt, da das Fracking unrentabel würde, wenn der Ölpreis zu stark sinkt. Trotz internationaler Krisen bleibt die Nachfrage jedoch wegen der weltwirtschaftlichen Schwäche gering. Ein weitgehend unveränderter Preisverlauf scheint daher am wahrscheinlichsten.
Der ADAC empfiehlt, beim Tanken auf die Abendstunden zu setzen, um Kosten zu sparen. Obwohl E10 kostengünstiger und umweltfreundlicher ist, bleibt seine Akzeptanz gering, trotz der Möglichkeit für die meisten Autos, es problemlos zu nutzen. Der Marktanteil von E10 lag 2025 bei 28,2 Prozent, während Super E5 weiter dominiert - primär aufgrund unbegründeter Bedenken der Autofahrer.

