Schaeffler: Rüstungspläne als Kursmotor?
Der Aktienkurs von Schaeffler könnte in naher Zukunft durch das verstärkte Engagement im Rüstungssektor beflügelt werden. Während Investoren bei den in 2025 etablierten Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk zu Wochenbeginn erneut Gewinne realisieren könnten, zeigt sich für Schaeffler ein positiver Trend.
Ein Interview von Klaus Rosenfeld, dem CEO von Schaeffler, in der 'Süddeutschen Zeitung' wurde am Markt aufmerksam verfolgt. Hierin hob Rosenfeld die wachsende Bedeutung des Rüstungssektors für das Unternehmen hervor. Am Montagmorgen stieg der Kurs der Schaeffler-Aktien auf der Handelsplattform Tradegate um knapp ein Prozent auf 7,89 Euro im Vergleich zum Xetra-Schluss am Freitag. Bei 7,92 Euro würde ein weiterer Anstieg ein neues Vier-Jahres-Hoch markieren.
Rosenfeld erläuterte in dem Interview, dass das derzeitige Hauptgeschäft von Schaeffler auch zukünftig den größten Teil des Umsatzes ausmachen werde, doch bis 2035 sollen zehn Prozent des Umsatzes in neue Geschäftsfelder fließen. Geht man von einem prognostizierten Umsatz von 30 bis 35 Milliarden Euro bis 2025 aus, entspricht dies einem Volumen von mindestens drei Milliarden Euro, das nicht ausschließlich im Verteidigungsbereich generiert werden soll.
Bereits vor einigen Wochen hatte Schaeffler eine Kooperation mit dem Münchner Drohnen-Startup Helsing angekündigt. Die jüngsten Äußerungen von Rosenfeld untermauern das Bestreben von Schaeffler, im Rüstungssegment Fuß zu fassen, was trotz fehlender echter Neuigkeiten die Anlegerstimmung noch weiter beflügelt.

