Russlands Steuern steigen im Dienste der Verteidigung

In Russland trifft seit heute eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent sowohl Verbraucher als auch Unternehmen. Diese Maßnahme, die im letzten Jahr beschlossen wurde, soll etwa 13 Milliarden Euro zusätzlich in die Staatskasse bringen, um die erheblichen Verteidigungsausgaben des Landes zu finanzieren.
Der Unmut unter der Bevölkerung und der Wirtschaft ist groß, da diese bereits unter den Auswirkungen hoher Inflation und umfassender Sanktionen leiden. Der anhaltende Konflikt mit der Ukraine nutzt beträchtliche Ressourcen, und ein Ende des Krieges scheint nicht in Sicht.
Präsident Wladimir Putin wies bereits letztes Jahr auf die Notwendigkeit dieser Steueranpassung hin, um ein finanzielles Gleichgewicht zu erreichen. Dennoch versprach er, in Zukunft die Steuerbelastung zu reduzieren.
Parallel zur Mehrwertsteuer wurde auch die Einkommenssteuer für die Bürger erhöht. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen hat die russische Regierung bekräftigt, soziale Verpflichtungen einzuhalten. In ihrer Strategie bleiben jedoch Verteidigung und Sicherheit an erster Stelle.
So machen Rüstungsausgaben circa 40 Prozent des Staatshaushalts aus, wodurch der Eindruck eines Wachstumsschubs entstand, während andere Branchen beginnen, unter der Belastung zu leiden. Der tägliche Einkauf wird aufgrund der Steuererhöhung für viele zur Belastung, auch wenn Güter wie Lebensmittel, Medikamente und Produkte für Kinder weiterhin mit einem geringeren Satz von zehn Prozent besteuert werden. Präsident Putin hat gleichzeitig dazu aufgerufen, Steuerbetrug zu vermeiden, damit die Regierung von den erhofften Mehreinnahmen tatsächlich profitieren kann.

