Resident Evil Requiem: Release-Datum, Trailer & Story zum neuen Teil enthüllt
Es war ein meisterhaft inszenierter Akt der Täuschung. Ein kollektiver Herzstillstand, eingefroren in den Lichtern der größten Gaming-Bühne des Jahres. Mitten auf dem Summer Game Fest tritt Capcom-Produzent Jun Takeuchi vor die Welt und scheint die Gerüchteküche mit einem beiläufigen Kommentar ins Leere laufen zu lassen. Enttäuschung macht sich breit. Doch es war nur die Ruhe vor dem Sturm. Ein teuflisches Spiel mit den Erwartungen der Fans. Denn nur Augenblicke später erlischt das Licht, ein Trailer beginnt und die Welt hält den Atem an. Capcom hat es wieder getan. Sie haben gelogen, sie haben getäuscht und dann haben sie eine Bombe gezündet, die das Fundament des Survival-Horrors erschüttert: Resident Evil Requiem ist real. Und es ist alles, was wir nicht zu hoffen gewagt hatten.
Das Echo der Vergangenheit, das Gesicht der Zukunft
Vergesst Leon. Vergesst Chris. Vergesst Jill. Der Vorhang hebt sich für ein neues Gesicht, das jedoch die tiefsten und schmerzhaftesten Narben der Serie in sich trägt. Wir lernen Grace Ashcroft kennen, die Tochter von Alyssa Ashcroft – einer Figur, die Kennern der fast schon legendären Resident Evil Outbreak-Spinoffs einen wohligen Schauer über den Rücken jagen wird.
Grace, eine junge Frau, die in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter tritt, wird beauftragt, einen Mord in einem Hotel aufzuklären. Jenem Hotel, in dem ihre Mutter einst ihr Leben ließ. Was als düsterer Kriminalfall beginnt, kippt mit albtraumhafter Geschwindigkeit in den puren, unverfälschten Terror. Das nächste Bild zeigt Grace, festgeschnallt an eine Krankenhausbahre, gefangen in einer entsetzlichen, ausweglosen Situation. Der erbarmungslose Sog des Horrors hat ein neues Opfer gefunden.
Willkommen zu Hause, Abschaum!
Die wahre Wucht des Trailers entfaltet sich jedoch erst im nächsten Schnitt. Die Kamera schwenkt über eine Stadt in Trümmern. Eine apokalyptische Wunde in der Landschaft. Ein gigantischer Krater klafft dort, wo einst Leben pulsierte. Und dann die unmissverständliche Bestätigung auf einem zerfallenen Gebäude: Raccoon City. Wir kehren zurück. Wir kehren wirklich zurück an den Ground Zero der Katastrophe, an den Ort, der eine ganze Generation von Gamern das Fürchten lehrte.
Der Trailer präsentiert eine Parade neuer, grotesker Monstrositäten, die durch die Ruinen schleichen – Kreaturen, die aus den dunkelsten Ecken der Umbrella-Forschungslabore gekrochen zu sein scheinen. Doch inmitten dieses grausamen Wiedersehens fehlt jede Spur von dem einen Mann, den alle erwartet hatten: Leon S. Kennedy. Capcom zerschmettert die Erwartungen und Gerüchte mit voller Absicht und stellt seine neue Heldin allein in den Mittelpunkt der Finsternis.
Ein kühnes, filmisches Requiem
Mit Resident Evil Requiem verspricht Capcom nicht weniger als einen „kühnen Wandel in Ton und Gameplay“. Die Entwickler sprechen von „kinoreifer Action mit hohem Einsatz“, die sich nahtlos mit dem klassischen Survival-Horror verbinden soll. Das deutet auf eine massive Weiterentwicklung der Formel hin, eine noch intensivere und möglicherweise cineastischere Erfahrung als alles, was wir bisher gesehen haben.
Markiert euch den 27. Februar 2026 rot im Kalender, denn an diesem Tag wird Requiem beginnen. Zwar wurden die Plattformen noch nicht offiziell bestätigt, doch eine spielbare Version auf der Gamescom im August verspricht, dass wir nicht lange auf handfeste Eindrücke warten müssen. Die Messe ist gelesen. Der Albtraum hat ein Datum.

