Rentendebatte: Deutsche Beamtenbund lehnt Einheitsversicherung entschieden ab
Der Deutsche Beamtenbund (dbb) hat den Vorstoß der Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas, Beamte in das gesetzliche Rentensystem zu integrieren, mit deutlichen Worten abgelehnt. Ulrich Silberbach, der Vorsitzende des dbb, äußerte sich in Berlin zur Thematik und erteilte der Idee einer Zwangs-Einheitsversicherung eine klare Absage.
Silberbach führte an, dass der Einbezug von Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung nicht nur finanzielle Mehrbelastungen seitens der Dienstherren mit sich brächte, die den Arbeitgeberanteil zusätzlich aufbringen müssten. Auch die Anhebung der Bruttobezüge von Beamten wäre notwendig, um die Beitragspflicht zu erfüllen, was eine kostenintensive Systemumstellung zur Folge hätte.
Bärbel Bas hatte gegenüber den Funke-Medien angekündigt, dass eine Verbesserung der Einnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung angestrebt werde und daher auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige in das System integriert werden sollten. Doch die Frage der Kostenaufbringung in der jetzigen Situation ließ die Ministerin unbeantwortet.

