Renditen im Aufwind: Blick auf Staatsanleihen und globale Märkte
Der Zerfall der deutschen Staatsanleihen nahm am Donnerstagmorgen weiter Gestalt an, als der Euro-Bund-Future um 0,35 Prozent auf 130,48 Punkte sank. Parallel zu diesem Rückgang kletterte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,58 Prozent.
Ein erheblicher Grund für diesen Kursverlust war die heitere Dynamik an den Aktienmärkten, die sich aus den vielversprechenden Quartalsergebnissen des US-amerikanischen Halbleitergiganten Nvidia ergab. Zusätzlich sorgte eine unerwartete Entwicklung im internationalen Handel für Bewegung.
In einer bemerkenswerten Entscheidung untersagte ein US-Bundesgericht Präsident Donald Trump, durch Notstandsgesetze weitreichende Zölle zu erheben: Die bisher verhängten Zölle wurden aufgehoben und deren erneute Einführung dauerhaft untersagt. Dennoch reagierte die Trump-Regierung prompt mit einer Berufung, womit die Möglichkeit einer erneuten Aktivierung der Handelszölle weiterhin bestehen bleibt.
Der Tag bot nur spärlich gesäte Konjunkturdaten, was auch auf die Feiertagslage in weiten Teilen Europas zurückzuführen war. Aufmerksamkeit galt der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten aus Italien um 10 Uhr sowie den US-amerikanischen Wirtschaftsentwicklungen des ersten Quartals, die am Nachmittag erwartet wurden.

