Reform UK fordert radikale Migrationspläne
In einer überraschenden Ankündigung während einer Rede versprach der britische Rechtspopulist Nigel Farage, bei einem Wahlsieg eine Abschiebung von über einer halben Million Migranten durchzuführen. Farage skizzierte ein Bild einer akuten Bedrohung der öffentlichen Ordnung durch irreguläre Migration und sprach von einer 'Invasion'. Umfragen zeigen, dass seine Partei Reform UK derzeit in der Wählergunst teils weit vorne liegt.
Farage äußerte, die Stimmung in Großbritannien sei von einer Mischung aus Verzweiflung und wachsender Wut geprägt. In einem möglichen ersten Regierungsjahr ab 2029 plant er, 600.000 Migranten abzuschieben, wobei die Ängste der britischen Bevölkerung Vorrang vor den potenziellen Gefahren für rückkehrende Migranten hätten. Oft thematisierte er die Migration über den Ärmelkanal, die in Großbritannien ein hoch umstrittenes Thema ist.
Zur Jahreskonferenz von Reform UK verkündete Farage, unter seiner Führung als Premierminister würden alle über den Ärmelkanal einreisenden Menschen, einschließlich Frauen und Kindern, festgenommen und zurückgeschickt. Dies geschah vor dem Hintergrund eines bemerkenswerten Anstiegs irregulären Überfahrten, die nach Angaben der BBC 21.100 Menschen in nur sechs Monaten zählen.
Die amtierende Labour-Regierung unter Premierminister Keir Starmer hat kürzlich ein bilaterales Abkommen mit Frankreich geschlossen, um die irreguläre Migration über den Ärmelkanal zu bekämpfen. Dieses Abkommen ermöglicht eine Rückführung von Migranten nach Frankreich. Im Gegenzug können andere Personen mit Bezug zu Großbritannien legal einreisen.

