NetEase zieht den Stecker für den Yakuza-Nachfolger „Gang of Dragon“
Erst bei den vergangenen Game Awards vor wenigen Monaten wurde Gang of Dragon enthüllt, ein inoffizieller Reboot von Yakuza beziehungsweise Like a Dragon. Jetzt steht das Gangster-Spiel aber bereits potenziell vor dem Aus. Denn der ursprüngliche Geldgeber NetEase will dem zuständigen Nagoshi Studio ab Mai den Geldhahn zudrehen (via Bloomberg). Die Nachricht dürfte manche Yakuza-Fans enttäuschen, denen die Originalserie mit dem Remake Yakuza Kiwami 3 in zu viele Shitstorms geraten ist.
Das könnte kein Einzelfall bleiben. Denn bereits vor rund einem Jahr kündigte NetEase an, sich von seinen internationalen Studios zu distanzieren (via VGC). Zuvor finanzierte der chinesische Konzern neben Nagoshi weitere Gaming-Veteranen wie das für Heavy Rain bekannte Quantic Dream sowie die japanischen Kultentwickler Grasshopper Manufacture. Letztere konnten zuletzt noch rechtzeitig ihr neues Spiel Romeo is a Dead Man fertigstellen.
Der aktuelle Stand zu Gang of Dragon
Hinter Gang of Dragon steckt Toshihiro Nagoshi, zuvor für das Yakuza-Franchise verantwortlich, der sich 2021 von Publisher SEGA verabschiedete. Ähnlichkeiten zu seiner ersten Serie waren im ersten Trailer vom Dezember 2025 kaum von der Hand zu weisen. Gang of Dragon würde wohl erneut in Kabukicho spielen, dem Rotlichtviertel Tokios, und sich um abgebrühte Gangster drehen. Im Gegensatz zu Yakuza dürften im Gameplay aber deutlich mehr Schusswaffen zum Einsatz kommen. Die Hauptrolle sollte der koreanische Filmstar Ma Dong-seok spielen.
Für die Fertigstellung des Titels müsste ein neuer Publisher laut Angaben circa 44 Millionen US-Dollar ausgeben. Nagoshi sei bereits auf der Suche nach neuen Partnern, aber bisher erfolglos. Berichten zufolge steht sein neues Studio somit vor einer potenziellen Schließung (via VGC).



