Onimusha: Way of the Sword zeigt im neuen Trailer alles – nur kein Release Datum :(
Capcom hat derzeit eine bemerkenswerte Schlagzahl: Resident Evil Requiem ist ein kommerzieller Erfolg, Pragmata erscheint früher als geplant, und dann ist da noch Onimusha: Way of the Sword. Der lang ersehnte Nachfolger der kultigen Hack-and-Slash-Reihe hat beim jüngsten Spotlight-Showcase einen ausführlichen Übersichts-Trailer erhalten, der mehr preisgibt als je zuvor – und trotzdem eine entscheidende Information schuldig bleibt.
Musashi, Kyoto und das Dunkle, das dahinter lauert
Der neue Trailer zu Onimusha: Way of the Sword zeichnet ein klares Bild vom Ton und der Prämisse des Spiels. Protagonist Musashi bewegt sich durch ein düsteres, feudales Kyoto, das von übernatürlichen Kräften heimgesucht wird. Die sogenannten Genma – dämonische Wesenheiten, die aus früheren Teilen der Reihe bekannt sind – kehren als Hauptantagonisten zurück, diesmal in mächtigen und imposanten Erscheinungsformen, gegen die Musashi in brutalen Konfrontationen antritt. Der Trailer deutet zudem an, dass Kyoto mehr verbirgt, als auf den ersten Blick sichtbar ist: verschlüsselte Legenden und verborgene Geheimnisse sollen sich wie ein roter Faden durch die Handlung ziehen. Für alle, die das ursprüngliche Onimusha-Flair geliebt haben, klingt das nach einer Rückkehr zur atmosphärischen Stärke der frühen Teile.
Kampfsystem und Umgebungsinteraktion: Was der Trailer zeigt
Spielerisch setzt Onimusha: Way of the Sword auf präzises, reaktionsbasiertes Kämpfen. Paraden gegen massige Genma-Angriffe stehen im Mittelpunkt, und der Trailer zeigt, dass das Timing dabei eine zentrale Rolle spielen wird. Besonders reizvoll wirkt die Möglichkeit, die Umgebung taktisch in Kämpfe einzubeziehen – ein Gegner, der in eine Wäscheleine gestoßen wird und anschließend blind um sich schlägt, ist eine der kleinen, witzigen Szenen, die zeigen, dass das Spiel trotz seiner düsteren Grundstimmung durchaus Raum für Spielfreude lässt. Kämpfe gegen den Widersacher Ganryu sowie ein früher Missionsdurchlauf vermitteln ein rundes Bild vom Gameplay-Loop – was das Spiel zu bieten hat, ist spätestens jetzt kein Geheimnis mehr.
Kein Datum, keine Fenster, aber ein klares Versprechen
Was der Trailer nicht liefert, ist ein Erscheinungstermin – nicht einmal eine vage Angabe wie „Sommer“ oder „zweites Halbjahr“. Das ist angesichts der bisherigen Informationslage keine große Überraschung, aber dennoch eine Enttäuschung für alle, die schon länger auf Onimusha: Way of the Sword warten. Capcom hat zumindest bestätigt, dass der Titel noch in diesem Jahr für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheinen soll. Eine Nintendo-Switch-2-Version wurde bislang nicht angekündigt. Wer auf Rückkehr-Cameos bekannter Charaktere aus früheren Onimusha-Spielen hofft, wird ebenfalls vertrösted: Trotz Elementen, die früheren Teilen Tribut zollen, wird es laut Capcom keine zurückkehrenden Charaktere geben. Onimusha: Way of the Sword soll eine eigenständige Geschichte erzählen – mit Musashi als neuem Gesicht einer alten Formel.
Warum Musashi und warum jetzt?
Die Entscheidung für Miyamoto Musashi als Protagonisten ist keine zufällige. Der historisch überlieferte Schwertkämpfer gilt in Japan als beinahe mythische Figur – ein wandernder Ronin, der in zahllosen Überlieferungen als unbesiegbares Duellgenie beschrieben wird. Seine Verbindung zur Welt der Genma ist eine fiktive Erweiterung dieses Mythos, die Capcom bereits im Vorfeld ausführlich begründet hat. Es ist ein cleverer Schachzug: Musashi bringt kulturelles Gewicht mit, ohne an bestehende Spielfiguren geknüpft zu sein. Onimusha: Way of the Sword kann so zugleich Hommage und Neustart sein – sofern das Erscheinungsdatum irgendwann folgt.


