Putin unterstreicht russische Ansprüche: „Die ganze Ukraine gehört uns“
Bei dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg präsentierte sich Kremlchef Wladimir Putin mit deutlichen Worten zur Ukraine. Unter Beifall aus dem Publikum erklärte Putin, dass er Russen und Ukrainer als ein Volk betrachte und damit die gesamte Ukraine als russisch beanspruche. Es folgte prominenter Applaus, als er die Behauptung aufstellte: „Wo der Fuß eines russischen Soldaten steht, das gehört uns.“
Putin rechtfertigte den fortdauernden militärischen Konflikt mit der Nato-Ost-Erweiterungspolitik, die Moskau nicht dulden wolle. Er erinnerte daran, dass die Ukraine 1991 als neutraler Staat die Sowjetunion verließ, und forderte eine Rückkehr zu diesem neutralen Status. Dabei unterschied der russische Präsident zwischen seiner Ukraine-Politik und der von US-Präsident Donald Trump erhobenen Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation des Irans. Russland strebe keine Kapitulation der Ukraine an, erklärte er.
Stattdessen bestehe das Ziel darin, die vor Ort geschaffenen Realitäten, sprich die territorialen Errungenschaften der russischen Truppen, anzuerkennen. Kritiker werfen der russischen Führung vor, dies laufe de facto auf eine Kapitulation seitens Kiews hinaus. Russland beansprucht derzeit über ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets, was den Druck auf die ukrainische Regierung weiter verstärkt.

