PS5 Pro: Die „PSSR-Bildqualität verbessern“-Option bietet keine automatischen Updates – das steckt dahinter
Die PlayStation 5 Pro hat mit ihrer überarbeiteten PSSR-Upscaling-Technologie technisch begeistert – doch wer glaubte, die Option zur manuellen Bildverbesserung würde mit jeder neuen PSSR-Version automatisch mitwachsen, sieht sich nun eines Besseren belehrt. PS5-Pro-Chefarchitekt Mark Cerny hat in einem Interview einige wichtige Klarstellungen vorgenommen, die für alle relevant sind, die ihre Bildqualität aktiv optimieren möchten. Das Bild, das dabei entsteht, ist nuancierter als erwartet – und gleichzeitig ein Hinweis auf das, was noch kommen könnte.
Was die „Enhance“-Option leistet – und was nicht
Die Option „PSSR-Bildqualität verbessern“ erlaubt es, Spiele, die die neuere Version des Upscalers unterstützen, zwischen der aktualisierten und der älteren PSSR-Variante umzuschalten. Das klingt simpel, ist aber ein gewichtiger Eingriff in die Darstellungsqualität. Was Cerny nun klargestellt hat: Diese Option wird nicht automatisch mit zukünftigen PSSR-Aktualisierungen befüllt. Die Netzwerkparameter, die dem Feature zugrunde liegen, bleiben eingefroren – auch wenn neuere Spiele bereits mit weiterentwickelten Parametern arbeiten.
Die Begründung dahinter ist pragmatisch: Ein fixer Parametersatz ermöglicht es der PS5-Pro-Community, verlässliche und nachvollziehbare Empfehlungen zu geben, wann und wie die Option sinnvoll eingesetzt werden sollte. Würden sich die Parameter laufend ändern, wäre jegliche Orientierungshilfe hinfällig – ein heute gültiger Ratschlag könnte morgen bereits überholt sein. Cerny räumte allerdings ein, dass man sich noch in frühen Tagen der maschinellen Lernbibliotheken bei PlayStation befinde und sich die Strategie zweifellos weiterentwickeln werde.
Schneller, präziser – und ein kleiner Gewinn für Spieler
Interessant ist der technische Hintergrund, der die Option überhaupt erst möglich gemacht hat. Die neue PSSR-Version ist laut Cerny rund 100 Mikrosekunden schneller als ihr Vorgänger. Diese gewonnene Zeit war die Voraussetzung dafür, die „Enhance“-Funktion überhaupt implementieren zu können – denn ohne diesen Geschwindigkeitsvorteil hätte Sony keinen Spielraum für die forcierte Bildverbesserung aller PSSR-kompatiblen Spiele gehabt. Als Nebeneffekt werden Bildfrequenzeinbrüche beim Einsatz der Option dadurch minimal seltener – kein dramatischer Unterschied, aber spürbar.
Entwickler müssen selbst aktiv werden – und Frame Generation wartet
Was die praktische Konsequenz betrifft: Spieleentwickler sind künftig selbst dafür verantwortlich, ihre Titel manuell auf neuere PSSR-Versionen umzustellen. Eine automatische Rückwärtskompatibilität mit zukünftigen Upscaling-Generationen gibt es nicht. Das ist keine schlechte Nachricht für aktuelle Spiele – aber ein Hinweis darauf, dass ältere Titel ohne entsprechendes Update technisch auf dem Stand bleiben, auf dem sie veröffentlicht wurden.
Parallel dazu bestätigte Cerny erneut die Zusammenarbeit mit AMD rund um FSR Redstone – einer neuen Upscaling-Generation, deren Frame-Generation-Algorithmen gemeinsam entwickelt wurden und die irgendwann auch auf PlayStation-Plattformen erscheinen soll. Konkretere Angaben zu Zeitplan oder Hardware ließ er dabei bewusst aus. Die Weichen sind gestellt, die Richtung ist klar – der genaue Ankunftszeitpunkt bleibt offen.


