Positive Impulse aus den USA beleben europäische Handelsplätze
Die jüngsten Arbeitsmarktdaten aus den USA haben Europas Handelsplätze neuen Schwung verleihen, nachdem ein beachtliches, wenn auch bescheideneres Echo im Vergleich zu den New Yorker Börsen zu beobachten war. So schloss der EuroStoxx 50 mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 5.430,17 Punkten, was den Wochengewinn des Leitindex der Eurozone auf 1,2 Prozent steigerte. Der Schweizer SMI legte um 0,39 Prozent auf 12.366,17 Punkte zu, während der britische FTSE 100 um 0,30 Prozent auf 8.837,91 Punkte zulegte.
Der amerikanische Arbeitsmarkt überraschte im Mai trotz der Unsicherheiten aufgrund der US-amerikanischen Zollpolitik mit einer positiven Entwicklung. Mehr neue Arbeitsplätze als erwartet konnten verzeichnet werden, obwohl die Werte für März und April rückwirkend nach unten korrigiert wurden. Die Stabilität der Arbeitslosenquote und das stärkere Wachstum der Stundenlöhne fielen auf, was bei Investoren Erleichterung auslöste. Kommentar von Finanzexperte Andreas Lipkow: Die überraschend positiven Stellenzuwächse milderten Inflationsbefürchtungen, obwohl die gestiegenen Löhne potenzielle Preissteigerungen vermuten lassen.
Marktteilnehmer fokussieren sich derzeit stärker auf positive Konjunkturerwartungen als auf Inflationsängste, so Lipkow. Im Stoxx Europe 600 waren Finanzdienstleistungsaktien gefragt, mit der UBS als deutlichem Gewinner. Ein Kursplus von fast vier Prozent belohnte die Schweizer Großbank, trotz der von ihr benötigten Milliarden zur Erfüllung neuer Stabilitätsvorschriften, die das zusätzliche Eigenkapital auf 26 Milliarden US-Dollar beziffern. Diese kommen jedoch frühestens in einem Jahrzehnt vollumfänglich in Kraft, was den Druck von den Anlegern nahm.
Zusätzlich gibt es Erleichterung bei den Fremdkapitalanforderungen. Unter Druck standen hingegen Rohstoffaktien. Größter Verlierer im EuroStoxx 50 war Volkswagen, deren Papiere um 1,7 Prozent fielen. Grund hierfür war ein Medienbericht über geplante Investitionskürzungen.

