Oracle-Aktie im Rückwärtsgang – Herausforderungen trüben die Stimmung
Der Technologie-Riese Oracle erlebte am Dienstag vorbörslich einen weiteren Kursrückgang von 2,1 Prozent, was den Aktienkurs auf 145,67 US-Dollar drückte. Diese Abwärtsbewegung markiert ein weiteres Tief seit sechs Monaten.
Auch der Konkurrent SAP litt im Dax mit einem Minus von 0,6 Prozent, was ihn zu den schwächsten des Indexes machte. Grund für den Kursrutsch waren die am Montag nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen des dritten Geschäftsquartals.
Sowohl Umsatz als auch bereinigter Gewinn je Aktie blieben hinter den Markterwartungen zurück und der Ausblick auf das laufende Quartal wurde von Analysten als neutral bis leicht negativ bewertet. Ein Börsianer hob allerdings die ehrgeizigen Ziele für die kommenden zwei Geschäftsjahre hervor.
Analysten reagierten prompt: Mehrere senkten ihre Kursziele für Oracle. Mark Murphy von JPMorgan bemängelte die Probleme beim Ausbau von Rechenzentren, die das Umsatzwachstum im Bereich der Künstlichen Intelligenz bremsen könnten. Dennoch lobte er die starke Auftragslage des Unternehmens.
Karl Keirstead von UBS kritisierte den schwachen Umsatzanstieg und die vorsichtige Prognose für das laufende Jahr. Dennoch könnte die positive Auftragsentwicklung und der optimistische Wachstumsausblick ausreichend Unterstützung für die Aktie bieten, so seine Einschätzung.
Seit Jahresbeginn hat Oracle bereits 10,7 Prozent an Wert verloren, während die SAP-Aktien um 1,9 Prozent gestiegen sind. Trotz dieser positiven Entwicklung laufen sie im Vergleich zum starken Dax hinterher, was nach einem erfolgreichen Vorjahr nachdenklich stimmt.

