Optimismus an den Aktienmärkten: Dax-Erholung setzt sich fort

Nach einem vielversprechenden Start in die Woche hat der Dax am Montag seine Erholung fortgesetzt. Gestärkt durch den Aufwind an der Wall Street und auf dem japanischen Markt zeigten sich die Investoren zuversichtlich, wenngleich der Leitindex die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke noch nicht durchbrechen konnte. Der Dax kletterte um fast ein halbes Prozent auf 24.834 Zähler, nachdem er sich zu Beginn des Handelstags bis auf 60 Punkte an die 25.000 genähert hatte. Parallel dazu legte der MDax um 0,4 Prozent zu, während der EuroStoxx 50 mit einem Anstieg um 0,3 Prozent die 6.000-Punkte-Marke zurückeroberte.
Ein entscheidender Faktor für den weiteren Verlauf der kommenden Tage dürften die in den USA anstehenden Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten sein, so Jochen Stanzl von der Consors Bank. Diese könnten erheblichen Einfluss darauf haben, ob der Dax den Widerstand bei 25.000 Punkten nach oben durchbricht.
Zu den größten Gewinnern im Dax gehörten SAP-Aktien, die um 1,8 Prozent zulegten und sich damit von ihrem jüngsten Tief erholten. Die Sorge um die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf Geschäftsmodelle belastete zuvor die Softwarebranche, doch verzeichnete man zuletzt eine technische Erholung. Auch der Rüstungssektor konnte Gewinne verbuchen: Rheinmetall stieg um 1,8 Prozent, während Renk im MDax nach einer Kaufempfehlung von Warburg Research um beeindruckende 5,4 Prozent zulegte.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es auch für Scout24, deren Titel nach einem positiven Analystenkommentar der UBS um 1,3 Prozent stiegen. Die Firma zeigte, trotz der KI-Sorgen, positive Aussichten in ihrem Geschäftsmodell. Der Bankensektor konnte ebenfalls Zugewinne vermelden, angeführt von Unicredit und deren Ankündigung großzügiger Ausschüttungen, was auch die Aktien der Commerzbank beflügelte.
Weniger erfreulich verlief der Tag für Bechtle und Delivery Hero im MDax. Bechtle setzte seine verlustreiche Serie mit einem Rückgang um drei Prozent fort, nachdem enttäuschende Jahresziele bekannt wurden. Noch gravierender fielen die Verluste bei Delivery Hero aus, deren Aktien um 5,7 Prozent nachgaben, belastet durch neue Berichte zum Italiengeschäft der Tochter Glovo.

